| ROUNDUP/Ausnahmezustand in Deutschland: Die eisige 'Elli' ist da |
| 09.01.2026 06:35:00 |
Wintersturm "Elli" bringt
Deutschland Eiseskälte, Glätte und so viel Schnee wie lange nicht.
An vielen Stellen kann es extrem rutschig werden. Für weite Teile
Norddeutschland gelten Unwetterwarnungen, viele Schulen bleiben
dicht. Erste Auswirkungen des Sturmtiefs sind schon zu spüren. Ein
Überblick:
Glätte und Unfälle:
Autofahren kann bei diesen Wetterverhältnissen hochgefährlich sein,
der DWD warnt vielerorts vor spiegelglatten Straßen. In der Nacht
kam es bereits zu ersten Unfällen aufgrund der Glätte. In
Baden-Württemberg rutschte ein Bus einen Hang hinunter. Dabei
verletzten sich laut der örtlichen Polizei drei Menschen leicht.
Etwa zwei Dutzend Lastwagen fuhren sich auf der schneebedeckten
Autobahn 7 im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen fest. Wie ein
Polizeisprecher sagte, rückte in der Nacht unter anderem das
Technische Hilfswerk (THW) zum Freischleppen aus.
Die Lagezentren in den Bundesländern sprachen in den frühen
Morgenstunden allerdings insgesamt von einem bis dahin ruhigen
Verlauf auf den Straßen mit eher kleinen Unfällen. Mancherorts wurde
für Freitag vorsichtshalber der Busverkehr eingestellt oder schon
vor Einschränkungen gewarnt.
Wetterlage:
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet "von Südwesten aufkommende,
teils kräftige Schneefälle", die sich bis zur Elbe ausbreiten. Bei
stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren
Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann, wie der
Wetterdienst warnt. Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee
- bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen
wehendem Wind - am Morgen rasch in Regen übergehen. Dann wird es
sehr glatt.
In einem Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können
verbreitet um die 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Den
meisten Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst für die
sogenannten Staulagen der Mittelgebirge. An den Seiten der Berge,
die dem Wind zugewandt sind, können 20 Zentimeter Neuschnee fallen,
wie die Meteorologen in Offenbach am Morgen prognostizierten.
Und: "Ein Großteil des Schnees fällt dabei innerhalb von drei bis 6
Stunden - gebietsweise Unwetter!", heißt es im Wetterbericht von
5.00 Uhr. Am Nachmittag und Abend sollen die Schneefälle dann
allmählich nachlassen, dann werden nur noch wenige Zentimeter
Neuschnee erwartet.
Bahnverkehr:
Die Bahn geht davon aus, dass bis Samstag Verspätungen und
Zugausfälle im Fernverkehr möglich sind. Wer kann, sollte seine
Reise verschieben. Schon gekaufte Tickets könnten auch zu einem
späteren Zeitpunkt genutzt werden. Mancherorts wurden vorsorglich
Verbindungen des Regionalverkehrs gestrichen.
Bereits am Abend war es Zugausfällen auf einigen
Fernverkehrsstrecken gekommen. Betroffen waren etwa die Strecken
Kopenhagen-Hamburg, Westerland/Kiel-Hamburg,
Binz/Stralsund/Rostock-Berlin, Norddeich/Emden-Hannover/Ruhrgebiet.
Die Bahn hat darüber hinaus Vorbereitungen getroffen: In Bayern zum
Beispiel können von den mehr als 10.000 Weichen laut DB rund 8.140
beheizt werden, damit sie nicht einfrieren. Bei Schneeverwehungen
würden schwere Loks über verschneite Gleise fahren und eine Spur für
nachfolgende Züge ziehen, sagte eine Sprecherin. Allerdings sei man
selbst bei bestmöglicher Vorbereitung nicht gegen alle
Witterungsfolgen gefeit, hieß es am Donnerstag.
Fährverkehr:
Auch der Fährverkehr an der niedersächsischen Nordseeküste ist
weitgehend zum Stillstand gekommen. Mehrere Inseln sind derzeit
nicht per Schiff erreichbar - darunter Langeoog, Spiekeroog,
Norderney und Wangerooge. Problematisch ist vor allem der erwartete
starke Ostwind. Er drückt das Wasser von der Küste weg, Fähren
können dann nicht oder nur eingeschränkt fahren.
Schulen:
Schneefrei, zumindest für manche Schüler: In Hamburg, Niedersachsen,
Bremen und in Teilen Schleswig-Holsteins fällt der reguläre
Schulbetrieb flächendeckend aus. Nach Angaben der zuständigen
Behörden gibt es teilweise Distanzunterricht und Notbetreuung für
jüngere Kinder. Grund für die Schließung ist meist, dass die
Schulbusse nicht fahren und eine sichere Anreise nicht gewährleistet
werden kann.
Auch in Regionen in Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg
und Berlin fällt teils der Präsenzunterricht aus oder Eltern können
ihre Kinder vom Unterricht entschuldigen. Mancherorts sind auch
Kitas und Kindergärten betroffen./may/DP/zb
AXC0046 2026-01-09/06:35
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 25.261,64 | 134,18 | 0,53% |
| TecDax | 3.820,24 | 40,19 | 1,06% |
| MDAX | 32.167,17 | 84,14 | 0,26% |
| Dow Jones (EOD) | 49.266,11 | 270,03 | 0,55% |
| Nasdaq 100 | 25.795,99 | 288,89 | 1,13% |
| S & P 500 (EOD) | 6.921,46 | 0,53 | 0,01% |
| SMI | 13.421,82 | 71,00 | 0,53% |
|
| EUR/US$ | 1,1635 | -0,00 | -0,21% |
| EUR/Yen | 183,7050 | 0,80 | 0,44% |
| EUR/CHF | 0,9318 | 0,00 | 0,04% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8678 | 0,00 | 0,04% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | -0,64% |
| CHF/US$ | 1,2487 | -0,00 | -0,22% |
|
| baha Brent Indication | 63,02 | 0,13 | 0,21% |
| Gold | 4.495,39 | 63,59 | 1,43% |
| Silber | 78,01 | 2,63 | 3,49% |
| Platin | 2.299,70 | 96,91 | 4,40% |
| |
|
|