| Wiener Börse (Mittag) - ATX mit einem leichten Minus von 0,13 Prozent / EU-Mercosur-Handelsabkommen beschlossen - Deutsche Industrie mit Anzeichen für Krisenende - CA Immo und FACC mit 2,7 Prozent im Plus - VIG minus 3,4 Prozent |
| 09.01.2026 12:44:00 |
Die Wiener Börse hat zum Wochenausklang leicht ins
Minus gedreht. Der heimische Leitindex ATX wurde am Freitag gegen
12.30 Uhr mit 5.404,79 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 0,13
Prozent. Der ATX Prime notierte bei 2.685,84 Zählern und damit um
0,12 Prozent schwächer. Das europäische Umfeld zeigte sich hingegen
im Plus.
Wichtige Unternehmensnachrichten gab es im Laufe des Vormittags
nicht. In Brüssel gelang nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ein
Durchbruch beim EU-Mercosur-Handelsabkommen mit den vier
südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und
Paraguay. Die EU-Botschafter stimmten mehrheitlich für eine
Unterzeichnung des Abkommens durch Kommissionspräsidentin Ursula von
der Leyen am 12. Jänner in Paraguay. Österreich ist durch einen
Parlamentsbeschluss an ein "Nein" gebunden. Die EU ist laut Angaben
der EU-Kommission der zweitgrößte Handelspartner des Mercosur.
In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende
der Krise. In den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes ist die
Produktion im November dank starker Zuwächse in der Autoindustrie
überraschend weiter gestiegen. Im Monatsvergleich legte die
Fertigung um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in
Wiesbaden mitteilte. Dies war bereits der dritte Anstieg in Folge.
Analysten hatten hingegen einen Dämpfer erwartet und waren im
Schnitt von einem Rückgang um 0,7 Prozent ausgegangen.
Am Nachmittag richtet sich der Fokus der Finanzmarktakteure auf
den US-Arbeitsmarktbericht. Dieser ist für die Geldpolitik der
US-Notenbank Fed besonders wichtig, die Zinspolitik wiederum kann
den Aktienmarkt mitunter deutlich beeinflussen.
Die CA Immo gab am Donnerstag ein weiteres Aktienrückkaufprogramm
mit einem Volumen von bis zu 2.768.907 Stück Aktien bekannt. Das
entspricht 2,74 Prozent des derzeit aktuellen Grundkapitals der
Gesellschaft. Das Aktienrückkaufprogramm sehe den Erwerb von Aktien
über die Börse vor, hieß es von der CA Immo. Das Programm soll
frühestens am 15. Jänner starten. Die Aktien wiesen zu Mittag ein
Plus von 2,7 Prozent aus.
Zulegen konnten auch die Werte von FACC mit einem Plus von 2,7
Prozent und von OMV mit einem Plus von 2,5 Prozent. Gesucht waren
auch Semperit (plus 2,44 Prozent).
Am unteren Ende befanden sich hingegen Vienna Insurance Group
(VIG) mit einem klaren Minus von 3,4 Prozent. CPI Europe verloren
2,4 Prozent. Auch die Finanzwerte von Erste Group (minus 1 Prozent),
Uniqa (minus 0,9 Prozent) und BAWAG (minus 0,9 Prozent)
verzeichneten Verluste.
rst/lof
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Autor: - APA/rst/lof
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