| Wiener Börse (Nachmittag) - ATX weiter leicht im Minus / Heimischer Leitindex verliert 0,34 Prozent - EU-Mercosur-Handelsabkommen beschlossen - Talfahrt der deutschen Industrie vor Ende - Semperit mit 3,7 Prozent im Plus |
| 09.01.2026 14:25:00 |
Die Wiener Börse hat sich zum Wochenausklang leicht
im Minus präsentiert. Der heimische Leitindex ATX wurde am Freitag
gegen 14.00 Uhr mit 5.393,79 Punkten errechnet, das ist ein Minus
von 0,34 Prozent. Der ATX Prime notierte bei 2.680,67 Zählern und
damit um 0,31 Prozent schwächer. Das europäische Umfeld zeigte sich
hingegen im Plus.
Wichtige Unternehmensnachrichten gab es am heimischen Aktienmarkt
im Laufe des Tages nicht. In Brüssel gelang nach mehr als 25 Jahren
Verhandlungen ein Durchbruch beim EU-Mercosur-Handelsabkommen mit
den vier südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay
und Paraguay. Die EU-Botschafter stimmten mehrheitlich für eine
Unterzeichnung des Abkommens durch Kommissionspräsidentin Ursula von
der Leyen am 12. Jänner in Paraguay. Österreich ist durch einen
Parlamentsbeschluss an ein "Nein" gebunden. Die EU ist laut Angaben
der EU-Kommission der zweitgrößte Handelspartner des Mercosur.
Positive Nachrichten kamen aus unserem Nachbarland Deutschland.
In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende
der Krise. In den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes ist die
Produktion im November dank starker Zuwächse in der Autoindustrie
überraschend weiter gestiegen. Im Vormonatsvergleich verzeichnete
die Industrieproduktion den dritten Anstieg in Folge und setzt damit
ihre vorsichtige Erholung fort. Die lang anhaltende Talfahrt dürfte
ein Ende gefunden haben, was auch vom jüngsten spürbaren Anstieg der
Auftragseingänge untermauert wird, so Volkswirt Marc Schattenberg
von Deutsche Bank Research.
Am Nachmittag richtet sich der Fokus der Finanzmarktakteure auf
den US-Arbeitsmarktbericht. Dieser ist für die Geldpolitik der
US-Notenbank Fed besonders wichtig, die Zinspolitik wiederum kann
den Aktienmarkt mitunter deutlich beeinflussen.
Das am Vortag bekannt gegebene Aktienrückkaufprogramm der CA Immo
sorgte für ein Aktien-Plus von 2,3 Prozent. Semperit konnte sogar
3,7 Prozent zulegen, nachdem die Werte des heimischen Gummi- und
Kautschukkonzerns am Vortag 3,5 Prozent verloren hatten. Gut gesucht
waren auch die Werte von OMV (plus 2,3 Prozent). FACC gewannen 2,2
Prozent hinzu.
Am unteren Ende befanden sich hingegen Vienna Insurance Group
(VIG) mit einem klaren Minus von 3,7 Prozent. CPI Europe verloren
2,9 Prozent. Auch die Finanzwerte von Erste Group (minus 1,6
Prozent), Uniqa (minus 1,5 Prozent) und BAWAG (minus 1,4 Prozent)
verzeichneten Verluste.
rst/ste
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Autor: - APA/rst/ste
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