| Ökonomen-Stimmen zum US-Arbeitsmarktbericht |
| 09.01.2026 15:53:00 |
In den USA hat sich die Lage auf dem
Arbeitsmarkt Ende des vergangenen Jahres durchwachsen gezeigt.
Während der Anstieg der Beschäftigung schwächer als erwartet
ausfiel, ging die Arbeitslosenquote im Dezember etwas zurück.
Außerhalb der Landwirtschaft kamen im Dezember 50.000 Stellen hinzu,
wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten
im Schnitt mit 70.000 neuen Stellen gerechnet.
Einschätzungen von Ökonomen im Überblick:
Dirk Chlench, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg
"Die US-Privatwirtschaft hat in den zurückliegenden drei Monaten
gerade einmal 29 Tausend neue Stellen pro Monat geschaffen. Der
US-Arbeitsmarkt verharrt damit weiter im 'No Hire - No Fire-Modus'.
Da zudem die Inflationsrate für November 2025 überraschend niedrig
ausgefallen ist, dürfte die US-Notenbank im laufenden Jahr ihren
Zinssenkungskurs fortsetzen."
Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen
"Nur schwaches Beschäftigungsplus. Die Zahl der netto
neugeschaffenen Stellen blieb hinter den Erwartungen zurück und so
festigt sich das Bild, wonach der US-Arbeitsmarkt deutlich an
Dynamik verloren hat."
Thomas Gitzel, Chefvolkswirt VP Bank
"Aus Sicht der Arbeitsmarktentwicklung hat die US-Notenbank Raum für
mehr Zinssenkungen als es die Projektionen der Fed derzeit vorsehen.
Wir gehen nach wie vor von drei Zinssenkungen im laufenden Jahr aus.
Was noch deutlicheren Zinssenkungen entgegensteht, ist die
Inflationsentwicklung. Die Zölle bergen das Risiko, dass es im
laufenden Jahr zu Überwälzungseffekten an den Endkonsumenten kommen
wird."
Christoph Balz und Bernd Weidensteiner, Analysten bei der
Commerzbank
"In den USA steigt die Beschäftigung kaum noch. Im Dezember legte
sie nur um 50.000 zu. Diese Zahl wird womöglich noch nach unten
revidiert werden, wie auch die Zahlen für Oktober und November nun
deutlich schwächer ausfallen als bisher gemeldet. Immerhin sank die
Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent. Die US-Notenbank dürfte sich
grundsätzlich in ihren Sorgen um den Arbeitsmarkt bestätigt fühlen,
aber keinen unmittelbaren Handlungsbedarf sehen."
/jkr/men
AXC0191 2026-01-09/15:53
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Autor: - dpa-AFX
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