| Österreichische Staatsanleihen im Späthandel uneinheitlich / Schwäche der heimischen Industrie - Anzeichen auf Erholung in deutscher Industrie - US-Arbeitslosenquote fiel geringer aus als erwartet |
| 09.01.2026 17:03:00 |
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich
am Freitag im Späthandel uneinheitlich gezeigt. Die Rendite der
richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe
befand sich wie am Vortag bei 3,08 Prozent. Der Rendite-Spread zur
vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 25 Basispunkten.
Die wirtschaftliche Schwäche hinterließ in der heimischen
Industrie eine ordentliche Delle. Im dritten Quartal 2025 sanken die
Umsätze des produzierenden Bereichs um 0,6 Prozent auf 94,9 Mrd.
Euro, es war das zehnte Quartal in Folge mit einem Rückgang.
Innerhalb eines Jahres seien in der Industrie rund 20.900
Arbeitsplätze verloren gegangen, zeigt das Industriebarometer des
Beraters EY. Besonders stark betroffen war die Automobilindustrie.
Aber es gibt Hoffnung. Die Dynamik der Rückgänge habe sich zuletzt
abgeschwächt, so Axel Preiss, Sector Leader Industrials bei EY
Österreich.
In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende
der jahrelangen Talfahrt. Im November stieg die Produktion von
Industrie, Bau und Energieversorgern überraschend den dritten Monat
in Folge - vor allem dank starker Zuwächse in der Autobranche. Einen
empfindlichen Dämpfer gab es dagegen für die Exporteure, die im
wichtigen Geschäft mit den USA starke Rückgänge hinnehmen mussten.
Ökonomen sehen unterm Strich dennoch immer mehr Signale, dass die
Wirtschaft im neuen Jahr wieder in Fahrt kommt.
Ins Blickfeld rückten auch Konjunkturdaten aus den Vereinigten
Staaten. In den USA sank die Arbeitslosigkeit Ende des vergangenen
Jahres. Die Arbeitslosenquote fiel im Dezember um 0,1 Prozentpunkte
auf 4,4 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in
Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt eine Quote von
4,5 Prozent erwartet. Im November hatte die Quote bei revidiert 4,5
Prozent gelegen, nachdem zuvor ein Wert von 4,6 Prozent gemeldet
worden war. Die Beschäftigtenzahl in den USA ist im Dezember zudem
weiter gestiegen.
Das am Nachmittag gemeldete Konsumklima der Universität von
Michigan hatte vorerst keine merklichen Auswirkungen auf den
Anleihenhandel. Den Daten zufolge hellte sich die Stimmung der
US-Verbraucher im Jänner stärker als erwartet auf. Das Konsumklima
stieg ersten Schätzung um 1,1 Punkte auf 54,0 Punkte und damit auf
den höchsten Stand seit September. Volkswirte hatten mit 53,5 Punkte
gerechnet. Besser sei die Kauflaune bei Menschen mit eher geringem
Einkommen gewesen, während sie sich bei denen mit höheren Einkommen
verschlechtert habe, hieß es weiter. Renditen ausgewählter
österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre 2,17 2,15 +0,02 6
5 Jahre 2,63 2,63 0 21
10 Jahre 3,08 3,08 0 25
30 Jahre 3,83 3,83 0 35
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Autor: - APA/rst/ste
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| DAX | 25.261,64 | 134,18 | 0,53% |
| TecDax | 3.820,24 | 40,19 | 1,06% |
| MDAX | 32.167,17 | 84,14 | 0,26% |
| Dow Jones (EOD) | 49.504,07 | 237,96 | 0,48% |
| Nasdaq 100 | 25.766,26 | 259,16 | 1,02% |
| S & P 500 (EOD) | 6.966,28 | 44,82 | 0,65% |
| SMI | 13.421,82 | 71,00 | 0,53% |
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| EUR/US$ | 1,1634 | -0,00 | -0,22% |
| EUR/Yen | 183,7313 | 0,82 | 0,45% |
| EUR/CHF | 0,9319 | 0,00 | 0,05% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8680 | 0,00 | 0,06% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | -0,64% |
| CHF/US$ | 1,2488 | -0,00 | -0,22% |
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| baha Brent Indication | 62,97 | 0,08 | 0,13% |
| Gold | 4.495,39 | 63,59 | 1,43% |
| Silber | 78,01 | 2,63 | 3,49% |
| Platin | 2.299,70 | 96,91 | 4,40% |
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