| ROUNDUP 2: US-Einheiten beschlagnahmen erneut Öltanker in der Karibik |
| 09.01.2026 21:22:00 |
(neu: Trump zu Beschlagnahmung.)
WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Einheiten haben erneut einen Öltanker in
der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. Marineinfanteristen und
Matrosen hätten vor Tagesanbruch den Tanker "Olina" beschlagnahmt,
teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs
(Southcom) auf der Plattform X mit. Der Einsatz sei "ohne
Zwischenfälle" abgelaufen.
Wie bei den Beschlagnahmen zweier anderer Schiffe in dieser Woche
begründete das US-Militär den Einsatz mit dem Schutz der westlichen
Hemisphäre. Mit der westlichen Hemisphäre ist meist der
Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.
Kurz zuvor hatten Medien über die Operation berichtet. Laut "Wall
Street Journal" waren Kräfte der US-Küstenwache bei der Operation am
frühen Freitagmorgen involviert. Das Schiff sei zuvor unter einem
anderen Namen bekannt gewesen und von den USA wegen des Transports
von russischem Öl sanktioniert worden, hieß es weiter. ABC News
zufolge hatte der Frachter nicht näher spezifizierte Verbindungen zu
Venezuela.
In den vergangenen Wochen haben US-Streitkräfte mehrere Öltanker
unter ihre Kontrolle gebracht. Erst diese Woche hatten sie ein unter
russischer Flagge fahrendes Frachtschiff im Nordatlantik und einen
weiteren Öltanker in der Karibik beschlagnahmt.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, eine
"vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker
auf dem Weg von und nach Venezuela" zu verhängen. Er begründete dies
damit, dass das südamerikanische Land Öl, Land und andere
Vermögenswerte von den USA gestohlen habe - diese müssten
zurückgegeben werden.
Am Nachmittag verkündete Trump auf seiner Plattform Truth Social die
Beschlagnahmung eines Öltankers "in Abstimmung mit der
Übergangsregierung Venezuelas". Der Frachter habe das
südamerikanische Land ohne Genehmigung verlassen. "Dieser Tanker
befindet sich nun auf dem Rückweg nach Venezuela, und das Öl wird im
Rahmen des von uns dafür geschaffenen GREAT Energy Deal (großes
Energiegeschäft) verkauft", schrieb er weiter. Ob es sich bei dem
Frachter um das von der Küstenwache unter Kontrolle gebrachte Schiff
handelte, war zunächst unklar./ngu/DP/men
AXC0252 2026-01-09/21:22
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Autor: - dpa-AFX
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