| APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K |
| 09.01.2026 22:30:00 |
EU-Staaten stimmen für Mercosur-Deal - Österreich geteilt
Brüssel/Wien - Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ist das
Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den südamerikanischen
Mercosur-Staaten so gut wie unter Dach und Fach. Die Botschafter der
27 EU-Länder stimmten der Vereinbarung am Freitag mehrheitlich zu.
Aus Österreich sind die Reaktionen gemischt: Wirtschaftsvertreter
zeigen sich zufrieden, die Bauern und Umweltschützer sind
enttäuscht.
Erneute Proteste in iranischen Millionenmetropolen
Teheran/Berlin/London - In den iranischen Millionenmetropolen
Teheran und Mashhad ist es am Freitagabend den zweiten Tag in Folge
zu Straßenprotesten gekommen. Friedensnobelpreisträgerin Shirin
Ebadi warnte vor einem "Massaker im Schutz einer umfassenden
Kommunikationssperre". Der Sohn des im Jahr 1979 gestürzten Shah,
Reza Pahlavi, rief US-Präsident Donald Trump via X zum Eingreifen
auf. Dieser drohte mit einer Intervention, wenn es zu Tötungen
kommen sollte.
Von der Leyen kündigt neues Hilfspaket für Syrien an
Damaskus - Das vom jahrelangen Bürgerkrieg gezeichnete Syrien
kann auf zusätzliche Finanzhilfen der EU hoffen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte bei einem
Besuch in Damaskus, für 2026 und 2027 sollten rund 620 Millionen
Euro bereitgestellt werden. Unterdessen kam es in der syrischen
Millionenstadt Aleppo nach einer kurzzeitigen Waffenruhe erneut zu
schweren Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und kurdischen
Kämpfern.
Selenskyj: Russland will unsere Städte im Winter ausschalten
Kiew (Kyjiw) - Nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten
Wolodymyr Selenskyj versucht Russland, mit schweren Luftangriffen
mitten im Winter die großen Städte der Ukraine unbewohnbar zu
machen. "Die Russen nutzen das Wetter, die Kältewelle, und
versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie möglich zu treffen",
sagte er am Freitag in seiner abendlichen Videobotschaft. Kiews
Bürgermeister Vitali Klitschko riet den Einwohnern unterdessen zum
zeitweiligen Verlassen der Dreimillionenstadt.
US-Politiker schießen sich auf Van der Bellen ein
Tallahassee (Florida)/Wien - Ein US-Kongressabgeordneter hat
Bundespräsident Alexander Van der Bellen wegen dessen vor Jahren
getätigten Kopftuchsager wüst beschimpft. "Du kannst diesen Hijab
nehmen und ihn Dir in Deinen liberalen, sozialistischen Hintern
schieben!", schrieb der Republikaner Andy Ogles am Freitag auf X.
Zuvor hatte sich bereits der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis,
kritisch geäußert und Van der Bellen "Verantwortungslosigkeit"
vorgeworfen.
Sorge um Grönland: NATO-Staaten werben für Arktis-Einsatz
Brüssel - Mehrere NATO-Staaten werben angesichts der jüngsten
Äußerungen der US-Regierung zu Grönland für einen Ausbau der
Bündnispräsenz in der Arktis. Nach Angaben von Diplomaten sieht ein
Vorschlag vor, einen Überwachungseinsatz mit dem Namen "Arctic
Sentry" (deutsch etwa: Wächter der Arktis) zu starten. Er soll den
Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der
strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden
kann.
Tauernautobahn in Salzburg nach Tunnelbrand gesperrt
Golling/Werfen - Ein brennender Lkw im Brentenbergtunnel auf der
Tauernautobahn in Salzburg hat am Freitagabend zu enormen
Verkehrsbehinderungen geführt. Die A10 musste im Unfallbereich
zwischen Golling und Werfen komplett gesperrt werden, nach Angaben
des ÖAMTC kam es zu langen Staus. Die Autobahn wird in Richtung
Villach bis gegen Mitternacht gesperrt bleiben, in Richtung Salzburg
wird die Sperre auf jeden Fall bis Samstag dauern, sagte
Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl zur APA.
Anklage wegen NS-Wiederbetätigung in Causa Schimanek
Wien/Langenlois - Die Staatsanwaltschaft Krems hat gegen René
Schimanek, den ehemaligen Büroleiter von FPÖ-Nationalratspräsident
Walter Rosenkranz, Anklage erhoben. Das berichtete die "ZIB 17:00"
des ORF am Freitagnachmittag. Der Vorwurf lautet demnach auf
nationalsozialistische Wiederbetätigung. Die Anklage ist noch nicht
rechtskräftig. Ob Schimanek dagegen Einspruch erhebt, war vorerst
offen.
Die Auswahl der Meldungen für diesen Nachrichtenüberblick
erfolgte automatisch.
red
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