| Spektakel ohne Sieger: Frankfurt gegen Dortmund 3:3 |
| 09.01.2026 22:33:00 |
Borussia Dortmund hat in einem
spektakulären Spiel einen Punkt in letzter Minute gerettet, droht im
Fernduell mit dem FC Bayern aber weitere Punkte zu verlieren. Der
BVB von Trainer Niko Kovac kam zum Auftakt des neuen
Bundesliga-Jahres nicht über ein turbulentes 3:3 (1:1) bei Eintracht
Frankfurt hinaus und könnte bereits am Sonntag elf Punkte hinter den
Rekordmeister aus München zurückfallen. Platz zwei wird aber Bestand
haben
Die Tore im Duell der beiden Champions-League-Clubs erzielten
zunächst Maximilian Beier (10. Minute) und Felix Nmecha (68.) sowie
Jungstar Can Uzun (22./Foulelfmeter) und Neuzugang Younes Ebnoutalib
(71.) aufseiten der Gastgeber. In der Nachspielzeit trafen noch der
Ex-Dortmunder Mahmoud Dahoud (90.+2) und Carney Chukwuemeka (90.+6).
In einer rasanten Partie bekamen die 59.500 Zuschauer viele
Torraumszenen und zwei offensiv eingestellte Mannschaften zu
sehen.Für die Gastgeber von Trainer Dino Toppmöller ist die durchaus
verdiente Punkteteilung zum Start in die restlichen 19 Spieltage ein
Teilerfolg. Frankfurt belegt derzeit den siebten Rang, verpasste
aber zumindest den vorübergehenden Sprung auf einen
Europa-League-Platz.
Kobel und Kaua Santos dabei
Dass es in Frankfurt stundenlang nur regnete, erwies sich an einem
Wochenende der Wetterturbulenzen als Segen. Denn einige Stunden vor
Anpfiff des Liga-Auftakts ins neue Jahr waren die Spiele Werder
Bremen gegen die TSG Hoffenheim und FC St. Pauli gegen RB Leipzig
abgesagt worden. Grund sind die widrigen Bedingungen mit Schnee und
stürmischem Wind.
Im EM-Stadion von 2024 dagegen rollte der Ball planmäßig - und die
beiden Stammtorhüter waren dabei. Frankfurts Kaua Santos verdrängte
nach einigen Patzern im Herbst nun pünktlich zum Jahresstart wieder
den Ex-Bremer Michael Zetterer. Beim BVB konnte Gregor Kobel
auflaufen, obwohl er das Trainingslager in Marbella leicht verkühlt
und mit Rückenproblemen verlassen hatte.
Ryerson bedient Beier zur frühen Führung
Doch als Kobel erstmals eingreifen musste, hatte der BVB-Angriff
bereits geliefert. Auf Vorlage des starken Außenbahnspielers Julian
Ryerson vollendete Nationalspieler Beier in der Mitte zur frühen
1:0-Führung - sowohl Assistgeber wie Torschütze wurden von der
Eintracht-Defensive alleine gelassen und nutzten dies gnadenlos.
Doch die Eintracht ließ sich im ausverkauften Stadion, das laut
Mitteilung vom Freitag auch bis zum Jahr 2035 Deutsche Bank
Park heißen soll, nicht verunsichern. Stattdessen
griff das Toppmöller-Team an, häufig befeuert von Mittelfeldmotor
Uzun. Den Flachschuss des Youngsters kurz nach dem Gegentreffer
entschärfte Kobel ohne größere Probleme (17.).
Guirassy leistet sich Fauxpas im Strafraum
Für den Ausgleich brauchten die Gastgeber dann einen groben Fehler
des BVB: Stürmer Serhou Guirassy traf Frankfurts Robin Koch nach
einem Einwurf und verursachte damit einen Elfmeter. "Natürlich muss
er sich umschauen. Er trifft ihn, klarer Elfmeter", gestand
BVB-Assistent Robert Kovac zur Halbzeit bei Sky. Uzun verlud Kobel
und schoss locker zum Ausgleich ein.
Einen engagierten Eindruck machte Neuzugang Ebnoutalib, der aus
Elversberg kam und vor einem Jahr noch in der Regionalliga spielte.
Der 22 Jahre alte gebürtige Frankfurter kam früh zu Chancen,
scheiterte aber zunächst noch mit einem zu harmlosen Volleyabschluss
an Kobel und köpfte später am langen Eck vorbei. Auch Ansgar Knauff
konnte den starken Kobel nicht überwinden.
Neuzugänge beflügeln Eintracht
Richtig turbulent wurde es nach gut einer Stunde. Zunächst brachte
Mittelfeldmotor Nmecha den BVB in Führung. Sein Schuss kurz hinter
der Strafraumgrenze wurde von Hugo Larsson unglücklich abgefälscht
und prallte dann auch noch vom Innenpfosten ins Tor.
Doch die Eintracht steckte wie nach dem Beier-Tor nicht auf und
belohnte sich für den Aufwand. Auf präzises Zuspiel von Neuzugang
Arnaud Kalimuendo vollendete Ebnoutalib eiskalt zum erneuten
Ausgleich. Der von seinen Kollegen alleine gelassene Kobel war ohne
Chance - und dann schlug der eingewechselte Ex-Dortmunder Dahoud
noch zu, doch selbst das reichte nicht, weil sich noch mal eine
Wendung ergab./pre/DP/men
ISIN DE0005140008 DE0005493092
AXC0259 2026-01-09/22:33
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Autor: - dpa-AFX
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