| Iranische Führung blockiert weiter Zugang zum Internet |
| 10.01.2026 12:09:00 |
Irans Führung blockiert wegen der
landesweiten Massenproteste das Internet seit fast zwei Tagen. Die
auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete am
Morgen auf Twitter: "Es ist jetzt 8:00 Uhr (Ortszeit) morgens im
#Iran, wo nach einer weiteren Nacht voller Proteste, die mit
Repressionen beantwortet wurden, die Sonne aufgeht. Messungen
zeigen, dass die landesweite Internet-Sperre seit 36 Stunden
andauert und die Möglichkeiten der Iraner, sich über die Sicherheit
ihrer Freunde und Angehörigen zu informieren, stark einschränkt."
Ein Nutzer schrieb, er habe seit 48 Stunden keinen Kontakt zu seiner
Familie im Iran. Aufgrund der Internetsperre könne er nicht
herausfinden, ob es ihnen gut gehe oder nicht. Eine Nutzerin
kommentierte: "Eine weitere Nacht voller Proteste, eine weitere
Nacht voller Unterdrückung - und die Iraner sind aufgrund der
Internetsperre immer noch von ihren Angehörigen abgeschnitten."
Beobachter: Führung verfolgt mit der Blockade vor allem zwei Ziele
Der iranische Sicherheitsapparat hat das Internet für die
Bevölkerung komplett abgeschaltet. Ausnahmen gelten beispielsweise
für Sicherheitskräfte oder ausgewählte Staatsmedien. Menschen
umgehen den Blackout Berichten zufolge per
Starlink-Satelliteninternet - vorausgesetzt sie konnten die dafür
notwendigen Terminals illegal einführen.
Laut Beobachtern verfolgt die Führung mit der Blockade vor allem
zwei Ziele. Zum einen soll es Demonstrierenden erschwert werden,
Proteste zu organisieren. Zum anderen soll die Veröffentlichung von
Berichten, Fotos und Videos über die Unruhen und Repressalien
unterdrückt werden./da/DP/zb
AXC0005 2026-01-10/12:09
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Autor: - dpa-AFX
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