| Trump besteht auf Grönland und warnt vor Russland und China |
| 10.01.2026 12:10:00 |
US-Präsident Donald Trump hat seinen
Gebietsanspruch auf Grönland bekräftigt und mit einer Bedrohung
durch China und Russland gerechtfertigt. Die USA würden etwas mit
Blick auf Grönland unternehmen, ob das gefalle oder nicht, sagte der
Republikaner im Weißen Haus. "Denn wenn wir es nicht machen, werden
Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder
China nicht als Nachbarn haben", betonte Trump.
Er würde gerne einen Deal machen, "aber wenn wir es nicht auf die
einfache Art und Weise tun, werden wir es auf die harte Art und
Weise tun". Die USA müssten Grönland verteidigen, sagte Trump.
Der US-Präsident hatte zuletzt immer wieder deutlich gemacht, dass
er die offiziell zum Nato-Partner Dänemark gehörenden Insel unter
Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will. Dabei verwies er auf
deren große strategische Bedeutung und eine zuletzt große Präsenz
von russischen und chinesischen Schiffen in der Region. Für Aufsehen
und Beunruhigung sorgt Trumps Äußerungen vor allem, weil er bislang
auch militärischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um
Kontrolle über Grönland erlangen. Die Insel ist zu vier Fünfteln mit
Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp
57.000 Einwohner.
Auch bei Venezuela verweist Trump auf China und Russland
Bei einem Treffen mit Vertretern von Ölkonzernen im Weißen Haus
rechtfertigte Trump nun auch das US-Vorgehen in Venezuela mit einem
Verweis auf China und Russland. Ohne die USA, "wären China und
Russland dort gewesen", sagte er. Zugleich gab sich Trump mit Blick
auf den Verkauf von Öl offen für Geschäfte mit den beiden Ländern.
Bereits zuvor hatten die USA klargemacht, dass sie sich langfristig
den Zugriff auf venezolanisches Erdöl sichern wollen. Trump erwartet
nach eigenen Angaben, dass die USA über Jahre hinweg Venezuela
führen und die riesigen Ölreserven dort fördern werden. Auch
Ansprüche auf Einnahmen aus dem Export venezolanischen Öls haben die
Vereinigten Staaten angemeldet. Am vergangenen Wochenende hatten
Streitkräfte der USA Venezuela angegriffen, den autoritären
Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores
gefangengenommen und sie in die USA gebracht./fsp/DP/zb
AXC0008 2026-01-10/12:10
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Autor: - dpa-AFX
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