| Laschet zu Grönland: Europa könnte nicht in einen Krieg gegen die USA |
| 10.01.2026 12:18:00 |
CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hat angesichts
der Grönland-Ambitionen der USA vor einem Zerbrechen der Nato
gewarnt. Er glaube zwar nicht, dass es zu einer militärischen
Auseinandersetzung kommen werde, "aber der Druck nimmt zu. Darauf
muss sich Europa einstellen", sagte Laschet der Funke Mediengruppe.
Auf die Frage, ob Dänemark auf den Beistand der europäischen Partner
zählen könnte, wenn es zum Äußersten käme, antwortete Laschet: "Wir
müssen den Amerikanern in diplomatischen Gesprächen deutlich machen,
dass ein militärisches Vorgehen gegen ein kleines Nato-Land das
letzte Vertrauen in die Allianz zerstören würde." Ein Ende der Nato
könne nicht im Interesse Washingtons sein. "Eines ist jedenfalls
klar: Die Europäer könnten nicht in einen Krieg gegen die USA
ziehen", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im
Bundestag.
Große strategische Bedeutung
Laschet verwies auf die neue geostrategische Bedeutung der Insel,
die zum Königreich Dänemark gehört. "Das schmelzende Eis öffnet
Schifffahrtswege. Immer mehr russische und chinesische Kriegs- und
Handelsschiffe sind dort zu sehen." Diese Herausforderung könnte die
Nato gemeinschaftlich annehmen, ohne dass die USA sich Grönland
einverleibten.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt wieder mehrfach deutlich
gemacht, dass er die größte Insel der Erde unter Kontrolle der
Vereinigten Staaten bringen will. Für Beunruhigung sorgen Trumps
Äußerungen vor allem, weil er bislang auch militärischen und
wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle über Grönland
zu erlangen. Die Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und
sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000
Einwohner. Durch die Anbindung an das Königreich Dänemark ist
Grönland Teil der Nato./vrb/DP/zb
AXC0019 2026-01-10/12:18
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Autor: - dpa-AFX
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