| ROUNDUP/Nordkorea: Luftraumverletzung durch südkoreanische Drohne |
| 10.01.2026 12:35:00 |
Pjöngjang hat Südkorea beschuldigt, mit einem
Drohnenflug die Souveränität Nordkoreas verletzt zu haben. Eine
Überwachungsdrohne soll bereits am 4. Januar von der südkoreanischen
Stadt Incheon gestartet sein und mit einer Kamera wichtige Anlagen
in Nordkorea gefilmt haben. Das Flugobjekt sei vom nordkoreanischen
Militär innerhalb des eigenen Luftraums abgeschossen worden,
berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Sie publizierte
zudem Fotos der abgeschossenen Drohne sowie ihrer angeblichen
Überwachungsaufnahmen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig
überprüfen.
Zudem warf Nordkorea dem Nachbarland vor, dass sich ein ähnlicher
Fall bereits im September letzten Jahres ereignet habe. Damals soll
Südkoreas Militär ebenfalls eine Drohne über nordkoreanischen
Luftraum geflogen haben. Auch diese Drohne habe man abgeschossen,
berichtete KCNA.
Südkoreas Verteidigungsminister Ahn Gyu Back bestritt eine
Beteiligung der Armee in beiden Fällen. Die fraglichen Drohnen auf
den nun veröffentlichten Fotos seien keine vom südkoreanischen
Militär verwendeten Modelle, sagte er Südkoreas amtlicher
Nachrichtenagentur Yonhap. Die Behauptungen Nordkoreas seien
"absolut nicht wahr".
KCNA zitierte einen Sprecher des nordkoreanischen Militärs, der
Südkorea Pjöngjang gegenüber als den "feindseligsten Staat"
bezeichnete, dessen Natur sich niemals ändern werde. "Die
militärischen Kriegstreiber der Republik Korea werden sicherlich
einen hohen Preis für ihre unverzeihliche Hysterie zahlen müssen",
hieß es weiter.
Nordkorea hatte Südkorea bereits im Oktober 2024 vorgeworfen, mit
einer Drohne bis in die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang
vorgedrungen zu sein. Hinter dem Vorfall soll Südkoreas Ex-Präsident
Yoon Suk Yeol stecken, dem von südkoreanischen Ermittlern unter
anderem vorgeworfen wird, eine geheime Drohnenaktion auf
nordkoreanischem Gebiet angeordnet zu haben, um eine militärische
Reaktion des Nachbarstaates zu provozieren. Yoon, der im Dezember
2024 überraschend das Kriegsrecht ausgerufen hatte und mittlerweile
in Haft sitzt, bestreitet die Vorwürfe.
Nord- und Südkorea befinden sich formal betrachtet nach wie vor in
einem Kriegszustand, da der Korea-Krieg von 1950 bis 1953 nur mit
einem Waffenstillstand endete, jedoch niemals ein Friedensvertrag
unterzeichnet wurde./fkr/DP/zb
AXC0033 2026-01-10/12:35
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 25.261,64 | 134,18 | 0,53% |
| TecDax | 3.820,24 | 40,19 | 1,06% |
| MDAX | 32.167,17 | 84,14 | 0,26% |
| Dow Jones (EOD) | 49.504,07 | 237,96 | 0,48% |
| Nasdaq 100 | 25.766,26 | 259,16 | 1,02% |
| S & P 500 (EOD) | 6.966,28 | 44,82 | 0,65% |
| SMI | 13.421,82 | 71,00 | 0,53% |
|
| EUR/US$ | 1,1624 | -0,00 | -0,08% |
| EUR/Yen | 183,8435 | 0,11 | 0,06% |
| EUR/CHF | 0,9318 | -0,00 | -0,02% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8679 | -0,00 | -0,01% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | -0,02% |
| CHF/US$ | 1,2475 | 0,00 | 0,01% |
|
| baha Brent Indication | 62,97 | 0,08 | 0,13% |
| Gold | 4.495,39 | 63,59 | 1,43% |
| Silber | 78,01 | 2,63 | 3,49% |
| Platin | 2.299,70 | 96,91 | 4,40% |
| |
|
|