| ROUNDUP: Fernverkehr in Norddeutschland bis Sonntag eingeschränkt |
| 10.01.2026 17:05:00 |
Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs fällt der
Bahnverkehr auf mehreren wichtigen norddeutschen
Fernverkehrsstrecken noch bis voraussichtlich Sonntag aus. Betroffen
sind unter anderem die Ost-West-Verbindung
Berlin-Hannover-Ruhrgebiet und die wichtige Nord-Süd-Strecke von
Hamburg über Hannover nach Frankfurt, wie eine Bahn-Sprecherin der
Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Demnach können Reisende jedoch die Verbindung zwischen Hamburg und
Frankfurt über Bremen und Köln nutzen. "Züge nach Hamburg über Fulda
und Kassel enden in Frankfurt", hieß es auf der Website des
Unternehmens. Und weiter riet die Bahn: "Bitte prüfen Sie, ob Sie
Ihre Reise verschieben können." Ausgesetzt blieben demnach auch die
Verbindungen zwischen Hannover und Amsterdam sowie zwischen Hamburg
und Kopenhagen.
Der Regionalverkehr sollte auf einzelnen Strecken am Samstag langsam
wieder anlaufen. Wie auch vielerorts die Busse standen jedoch viele
Regionalzüge ebenfalls vorübergehend still.
Unfälle im Norden und Osten
Als Folge von Wintersturm "Elli" hatte insbesondere Norddeutschland
mit Schneeverwehungen zu kämpfen. Zu Beginn des Wochenendes gab es
viele Unfälle, ebenso im Osten. Im Süden blieb es dagegen ruhiger,
doch dort sollte das Tief hinziehen: Statt im Norden sollte es in
der Mitte und im Süden schneien - vor allem im Schwarzwald und im
Allgäu. Dort sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
bis zur zweiten Hälfte der kommenden Nacht 20 bis 30, in den
Hochlagen des Schwarzwalds sogar bis zu 50 Zentimeter Neuschnee
möglich.
Freuen können sich Wintersportlerinnen und Wintersportler. In Hessen
sagte etwa der Sprecher des Skigebiets Willingen: "Im Moment sind
wirklich traumhafte Bedingungen. Es ist auch richtig was los."
Wie es weitergeht
Ein Ende der winterlichen Verhältnisse ist noch nicht in Sicht -
höchstens ein kurzes Durchatmen vor der nächsten möglichen
Unwetterlage.
Am Sonntag soll es heiter bis wolkig und vor allem im Nordosten und
Westen oftmals sonnig und trocken werden. Der DWD-Meteorologe Marcel
Schmidt erwartet gar einen "Wintertag wie aus dem Bilderbuch. Bei
zeitweiligem Sonnenschein lohnt sich ein Winterspaziergang durch die
frisch verschneite Landschaft."
Danach kann es jedoch sehr glatt werden: "In der Nacht zum Montag
erreicht eine Warmfront den Westen Deutschlands, bei Temperaturen
unter dem Gefrierpunkt fällt allenfalls anfangs Schneefall", erklärt
DWD-Meteorologe Thore Hansen. Rasch gehe der Schnee in Regen über,
der auf den kalten Böden gefriere und zu Glatteis führe. "Damit
stellt sich nach kurzer Pause die nächste Unwettersituation an. Am
Montag breitet sich der gefrierende Regen auf weite Teile des Landes
aus."
In der Südwesthälfte könne es dadurch eine hohe Glatteisgefahr
geben, schreibt der Wetterdienst. In der Nordosthälfte sei es zwar
anfangs trocken, es könne aber auch schneien oder gefrierenden Regen
geben.
Winterchaos nicht nur in Deutschland
Auch im Ausland sorgt der Winter für Ausnahmezustände: In Frankreich
waren Hunderttausende Haushalte ohne Strom und es wurde vorsorglich
ein Atomkraftwerk abgeschaltet. In Russland gab es zahlreiche
Flugausfälle, vor allem in Moskau. In Großbritannien wurde im
äußersten Südwesten ein Mann um die 50 tot aufgefunden - ein Baum
war auf seinen Wohnwagen gekracht./swe/waw/DP/zb
AXC0042 2026-01-10/17:05
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Autor: - dpa-AFX
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