| ROUNDUP/Spektakel mit Spaß: Eintracht und BVB mit 'Werbung' für Liga |
| 11.01.2026 11:35:00 |
Am Ende hatte der packende Schlagabtausch von
Frankfurt doch zwei Sieger: die Fußball-Fans und den FC Bayern
München. Die eigentlichen Hauptprotagonisten von Eintracht Frankfurt
und Borussia Dortmund wiederum ärgerten sich zum
Start ins Jahr 2026 über eine verpasste Chance, machten aber Lust
auf mehr in dieser Bundesliga-Saison.
"Was ein Spiel! Fußball-Herz, was willst du mehr?", schwärmte
Frankfurts Coach Dino Toppmöller von dem Spektakel beim 3:3 gegen
den BVB. Dortmunds Sportgeschäftsführer Lars Ricken bezeichnete die
Partie als "Werbung für die Liga". Wirklich zufrieden konnte er aber
nicht sein.
Ricken: "Unnötig zwei Punkte liegen gelassen"
Denn um vielleicht doch noch mal das Meisterschaftsrennen mit dem
schon enteilten Spitzenreiter FC Bayern spannend zu machen, war das
Unentschieden des BVB am 16. Spieltag wieder einmal zu wenig.
Es sei "definitiv mehr möglich gewesen", erklärte Ricken. Man habe
"hier unnötig zwei Punkte liegen gelassen", fügte der 49-Jährige
hinzu. Immerhin festigten die Dortmunder mit dem Zähler den zweiten
Rang in der Tabelle und sind im Gegensatz zur siebtplatzierten
Eintracht auf Kurs Champions League. Mehr scheint für den BVB
derzeit einfach nicht drin zu sein.
Ereignisse überschlagen sich in Nachspielzeit
Und nach Abpfiff konnten die Schwarz-Gelben glücklich sein,
überhaupt einen Punkt mitgenommen zu haben. Nach dem Treffer des
Ex-Dortmunders Mahmoud Dahoud für die Eintracht in der zweiten
Minute der Nachspielzeit zum 3:2 sah alles nach einem Frankfurter
Sieg aus. Mit der quasi letzten Aktion des Spiels rettete Carney
Chukwuemeka (90.+6) dem BVB das Remis.
"Nach der 91. kannst du zufrieden sein, davor unzufrieden. Jetzt
haben wir einen Punkt mitgenommen, das ist okay, aber nicht das, was
wir wollten", sagte Dortmunds Nationalspieler Nico Schlotterbeck.
Nach den kommenden beiden Heimspielen gegen Werder Bremen am
Dienstag (20.30 Uhr) und den FC St. Pauli am kommenden Samstag
(15.30 Uhr) werde sich zeigen, wie viel der Punkt wert gewesen sei,
äußerte Ricken.
Guirassy als Sorgenkind
Ob dann auch die Torflaute von Stürmer Serhou Guirassy endet, bleibt
abzuwarten. Der Angreifer machte in Frankfurt wie auch schon in den
Wochen vor der Weihnachtspause einen unglücklichen Eindruck.
Dem 29-Jährigen, der seit dem neunten Spieltag am 31. Oktober gegen
den FC Augsburg (1:0) auf einen Treffer wartet, gelang wenig bis gar
nichts. Jeder Stürmer müsse "immer mal wieder durch solch eine
Durststrecke durch", erklärte Dortmunds Trainer Niko Kovac und
kündigte an: "Er kommt da wieder raus."
Guirassy blieb nicht nur torlos, sondern verschuldete auch noch das
zwischenzeitliche 1:1 durch Can Uzun per Foulelfmeter (22.). Der
Profi aus Guinea hatte zuvor Eintracht-Verteidiger Robin Koch mit
einer plumpen Aktion zu Fall gebracht. Ein unnötiges Vergehen. "Er
weiß selbst, dass er da nicht so hingehen darf. Das passiert von
zehnmal einmal, es ist in der Situation ärgerlich, da wir die
Frankfurter in den ersten 20 Minuten gut im Griff hatten", sagte
Guirassys Mitspieler Waldemar Anton.
Frankfurts Zugänge liefern direkt
Während Guirassy im Formtief steckt, zeigten die Frankfurter Zugänge
Younes Ebnoutalib und Arnaud Kalimuendo ihr Potenzial auf. In
Co-Produktion sorgten die beiden für das 2:2. Während der von
Nottingham Forest ausgeliehene Kalimuendo das Tor vorbereitete,
erzielte der vom Zweitligisten SV Elversberg gewechselte Ebnoutalib
seinen ersten Treffer im ersten Bundesliga-Spiel.
"Ich glaube, das ist ein ganz besonderer Tag heute für ihn, auch
noch vor der Kurve", sagte Toppmöller über seinen neuen Angreifer,
der gebürtiger Frankfurter ist. Der Torjäger selbst zeigte sich beim
Pay-TV-Sender Sky nach der Partie überwältigt. "Ich bin noch immer
ein bisschen sprachlos, es ist wirklich ein sehr, sehr krasses
Gefühl, dass ich bei meinem Debüt auch noch ein Tor schieße."
Für Ebnoutalib setzt sich der rasante Aufstieg fort. Vor etwas mehr
als einem Jahr spielte er noch in der Regionalliga für den FC
Gießen. Wenigstens einer der Protagonisten vom 3:3 durfte sich also
doch noch wie ein Sieger fühlen./cjo/DP/zb
ISIN DE0005493092
AXC0033 2026-01-11/11:35
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Autor: - dpa-AFX
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