| ROUNDUP: Wadephul auf Island - Themen Grönland und Arktis-Sicherheit |
| 11.01.2026 20:05:00 |
Außenminister Johann Wadephul macht auf seinem
Flug in die USA einen Zwischenstopp auf Island. Auf der nur knapp
300 Kilometer südöstlich von Grönland liegenden Insel kam der
CDU-Politiker mit seiner Kollegin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir
zusammen. Das Treffen findet vor dem Hintergrund der Drohungen von
US-Präsident Donald Trump mit einer gewaltsamen Einnahme Grönlands
statt.
Ebenso wie die USA und Deutschland sind Island und das offiziell zu
Dänemark gehörende Grönland Mitglieder der Nato. Beim Gespräch von
Wadephul mit Gunnarsdóttir dürfte auch die Sicherheit in der
Arktisregion Thema sein.
Trump hat wiederholt mit der gewaltsamen Einnahme Grönlands gedroht.
Dabei verwies er auf die strategische Bedeutung der Insel, eine
zuletzt große Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in
der Region - und auf die Bodenschätze Grönlands. Für Beunruhigung
sorgen Trumps Äußerungen vor allem, weil er militärischen und
wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle über Grönland
erlangen. Die Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und
sechsmal so groß wie Deutschland.
Treffen mit Klingbeil beim Tankstopp
Als Wadephul in Reykjavik ankam, erwartete ihn auch Vizekanzler und
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) unten am Flugzeug. "Ist das hier
Klingonien?", fragte der Außenminister gut gelaunt und scherzend.
Die Flugzeuge der Flugbereitschaft der beiden Minister standen
nebeneinander - Klingbeil ist ebenso auf einer Reise in die USA und
hatte dort einen Tankstopp eingelegt. Wadephul verabschiedete
Klingbeil mit einem Klaps und den Worten "Hau rein".
Wadephul am Montag bei Rubio in Washington
An diesem Montag wird Wadephul in der US-Hauptstadt Washington von
seinem Kollegen Marco Rubio empfangen. Auch dabei dürften die
Drohungen Trumps gegen Grönland eine wichtige Rolle spielen. Neben
der transatlantischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik geht es
bei dem Treffen vor dem Hintergrund der laufenden Beratungen über
einen Waffenstillstand in der Ukraine auch um die weitere
Unterstützung des vor knapp vier Jahren von Russland angegriffenen
Landes./bk/DP/zb
AXC0057 2026-01-11/20:05
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Autor: - dpa-AFX
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