| ROUNDUP 2: Zugang zum Internet im Iran weiter blockiert |
| 11.01.2026 21:05:00 |
Die iranische Führung blockiert das Internet
wegen der landesweiten Massenproteste jetzt den vierten Tag in
Folge. Wie die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks
weiter mitteilte, beträgt die Verbindung zur Außenwelt weiterhin nur
ein Prozent des normalen Niveaus.
Nach 72 Stunden beeinträchtigten die eingeschränkten
Telekommunikationsdienste weiterhin die Möglichkeiten der
Bevölkerung, auf Informationen zuzugreifen und mit ihren Angehörigen
zu kommunizieren, so Netblocks.
Eine Nutzerin schrieb auf X: "Wie lange soll das noch so
weitergehen? Ich kann weder essen noch schlafen. Ich kann meine
Familie und Freunde nicht erreichen. Ich breche langsam, aber sicher
zusammen." Ein Nutzer kommentierte: "Millionen sind abgeschnitten.
Familien sind unerreichbar. Eine Nation verschwindet in Echtzeit."
Eine iranische Nutzerin schrieb zuvor bereits auf X: "Ich habe es
gerade so geschafft, mich mit Starlink (Satelliteninternet) ins
Internet einzuloggen. Die Lage im Iran ist äußerst seltsam. Wir
haben absolut keinen Zugang zu irgendetwas." Auch das Online-Banking
funktioniere kaum. SMS-Nachrichten könnten nicht gesendet oder
empfangen werden, normale Telefonate funktionierten kaum. "Selbst
die regierungseigenen Messaging-Apps wie Baleh und Eitaa haben das
Versenden von Nachrichten deaktiviert."
Ein dpa-Mitarbeiter und Angehörige versuchten, aus dem Ausland
Familie und Freunde im Iran telefonisch zu erreichen. "Wir haben
testweise eine Reihe Mobilfunk- und Festnetznummern von Kontakten
quer im Iran versucht zu erreichen, das Netz scheint wie auch das
Internet landesweit unterbrochen zu sein. Niemand ist erreichbar",
so der Mitarbeiter.
Durch die Internetsperren und Telefonblockade will die iranische
Führung in der Regel die Kommunikation zwischen den Demonstranten
erschweren. Außerdem soll die Veröffentlichung von Berichten, Fotos
und Videos über die Massenproteste unterdrückt werden. Die Maßnahme
schürt zudem die Sorge, dass die Führung in Teheran wie schon bei
vergangenen Protesten das Blackout nutzen könnte, um die
Demonstrationen brutal niederzuschlagen./jam/DP/zb
AXC0069 2026-01-11/21:05
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Autor: - dpa-AFX
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