| Aktien Wien Schluss: ATX wieder in Rekordlaune |
| 12.01.2026 18:23:00 |
An der Wiener Börse hat sich die Rekordjagd am
Montag fortgesetzt. Der österreichische Leitindex ATX verzeichnete
einen Aufschlag von 0,69 Prozent auf 5.440,34 Punkte. Der ATX Prime
schloss mit plus 0,61 Prozent bei 2.701,37 Zählern. Auch an den
wichtigsten europäischen Börsen gab es überwiegend Gewinne zu sehen.
Nachdem die Jahresendrally vergangene Woche abgeklungen war, ließ es
der ATX in den vergangenen Tagen etwas gemächlicher angehen. Neuen
Schwung könnte nun die anlaufende Berichtssaison bringen, die am
morgigen Dienstag mit Zahlen aus dem US-Bankensektor startet. Zudem
stehen Inflationsdaten aus den USA auf dem Programm, die mit Blick
auf die Zinssitzung der US-Notenbank Fed Ende Januar von Bedeutung
sind.
Abseits der klassischen Geldpolitik bleibt der Konflikt zwischen
US-Präsident Donald Trump und Fed-Chef Jerome Powell ein
internationaler Unsicherheitsfaktor. Powell wies zuletzt
strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine mögliche Anklage als
Versuch politischer Einflussnahme auf die Unabhängigkeit der
Notenbank zurück. Als Folge gerieten der US-Dollar und
längerfristige US-Anleihen etwas unter Druck, während die
Edelmetallpreise zulegten. Insgesamt blieben die Kursreaktionen an
den Finanzmärkten aber überschaubar.
Im Wiener Leitindex zogen sich die Gewinne quer durch die Branchen.
Die höchsten Zuwächse von gut fünf Prozent verzeichneten die
AT&S-Anteilsscheine , gefolgt von den SBO-Titeln
mit plus 3,8 Prozent. Unter den wenigen Verlierern im
ATX gaben DO&CO um 3,2 Prozent nach.
Wenig verändert schlossen die Versorger-Aktien Verbund
und EVN . Wirtschaftsminister Wolfgang
Hattmannsdorfer (ÖVP) dürfte die Forderung nach einem niedrigeren
Strompreis für die Industrie mit in die morgige Regierungsklausur
nehmen. Wenn Deutschland Maßnahmen zum Industriestrompreis setzt,
bestehe auch in Österreich "Handlungsbedarf", sagte der ÖVP-Minister
am Montag im Ö1-Radio. Ähnlich äußerte sich Verbund-Chef Michael
Strugl vor Journalisten.
Aktien der Österreichischen Post erholten sich um 1,3
Prozent vom schwächeren Wochenausklang. Der Logistiker will den
ungarischen Paketdienstleister Delivery Solutions Zrt. übernehmen,
um im internationalen Paketgeschäft weiter zu wachsen.
Der in Wien im direct market plus-Segment notierte
oberösterreichische Spezialmotorenhersteller Steyr Motors
hat sich einen Rahmenvertrag mit mindestens 30
Millionen Euro Umsatz in China gesichert. Darin enthalten ist ein
verbindliches Auftragsvolumen von mindestens 750 zusätzlichen
Motoren bis 2030, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Im Handel
wurde das nicht goutiert. Steyr Motors schlossen in Wien mit minus
3,7 Prozent./spa/ste/APA/men
ISIN AT0000999982
AXC0209 2026-01-12/18:23
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Autor: - dpa-AFX
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