| Agrana-Konzerngewinn nach drei Quartalen um ein Drittel niedriger / Jahresprognose "mit moderatem Umsatzrückgang" und "deutlichem EBIT-Anstieg" bestätigt |
| 13.01.2026 08:14:00 |
Niedrigere Zuckerpreise sowie die Schließung von
zwei Zuckerfabriken belasten weiterhin das Ergebnis der
börsennotierten Agrana. Der Konzerngewinn sank in den ersten drei
Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 (bis Ende November 2025) um
rund ein Drittel auf 9,6 Mio. Euro, der Umsatz ging um 7,9 Prozent
auf 2,49 Mrd. Euro zurück. Der Konzern bestätigte die
Jahresprognose: Es soll "einen moderaten Umsatzrückgang" und "einen
deutlichen EBIT-Anstieg" geben.
"Wir erwarten einen deutlichen Anstieg auf einen Wert zwischen
rund 45 bis 60 Mio. Euro", erklärte Agrana-Chef Stephan Büttner im
Hinblick auf das Betriebsergebnis (EBIT). Der Geschäftsbereich Food
& Beverage Solutions (FBS) habe in den ersten drei Quartalen
"maßgeblich zur Stabilität des Gruppen-EBIT" beigetragen. Im Rahmen
der neuen Konzernstrategie hat die Agrana den gewinnbringenden
Frucht-Geschäftsbereich umbenannt. Das Segment FBS umfasst Produkte
sowie Rezepturen für Molkereien und die Food Service-, Eiscreme-,
Backwaren- sowie Getränkeindustrie.
Zuckerproduktion für Agrana "unbefriedigend"
Die Zuckerproduktion wirft derzeit keine Gewinne für die Agrana
ab. "Trotz weiterhin unbefriedigender operativer Ergebnisse im
Zuckergeschäft zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung
gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum", so Konzernchef Büttner
in einer Aussendung. Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen im
Zuckersegment würden aber "Wirkung zeigen". Die
Agrana-Zuckerproduktion an den Standorten Leopoldsdorf im Marchfeld
sowie Hrušovany in Tschechien wurde im März 2025 mit sofortiger
Wirkung eingestellt. Wie bereits berichtet, will der Nahrungsmittel-
und Industriegüterkonzern konzernweit bis 2027/28 jährliche
Einsparungen von bis zu 100 Mio. Euro erreichen, vor allem durch
Effizienzsteigerungen und Personalkosten-Reduktion.
Die Agrana ist bei Endkunden in Österreich vor allem mit ihrer
Marke "Wiener Zucker" bekannt. Der Frucht-, Stärke- und
Zuckerkonzern beschäftigte per Ende November 2025 rund 8.650
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Rückgang von rund 350
Mitarbeitern (-4 Prozent) zur Vorjahresperiode.
cri/bel
ISIN AT000AGRANA3
WEB http://www.agrana.com
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Autor: - APA/cri/bel
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