| ROUNDUP: Niedrige Zuckerpreise belasten Südzucker weiter - Aktie gibt nach |
| 13.01.2026 12:14:00 |
Der schwache Zuckermarkt belastet die
Entwicklung von Südzucker weiter. Dies konnten die
Mannheimer auch nicht durch gesunkene Herstellkosten auffangen. Der
Umsatz ging in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26
um 15 Prozent auf knapp 6,4 Milliarden Euro zurück, wie das im SDax
gelistete Unternehmen am Dienstag in Mannheim
mitteilte. Der operative Gewinn brach um 60 Prozent auf 95 Millionen
Euro ein. In den Segmenten Zucker, Spezialitäten, Cropenergies
und Stärke machten Südzucker niedrigere Preise und
rückläufige Absatzmengen zu schaffen. Das Frucht-Geschäft
profitierte indessen von höheren Preisen.
Unter dem Strich einfiel auf die Aktionäre ein Verlust von 59
Millionen Euro nach einem Gewinn von 23 Millionen Euro im Vorjahr.
Die Jahresprognose bekräftigte das Management indessen.
Die Südzucker-Aktie verlor nach den Neuigkeiten mehr als drei
Prozent auf 9,125 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat sie
damit rund elf Prozent eingebüßt. Für Barclays-Analyst Alex Sloane
lagen die vorgelegten Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Das
Management habe im Dezember bereits von einem weiter schwierigen
Zuckermarkt gesprochen.
An seiner Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 bis
Ende Februar hielt die Südzucker-Spitze um Vorstandschef Niels
Pörksen fest. Sie erwartet weiterhin einen Umsatzrückgang auf 8,3
bis 8,7 Milliarden Euro - nach 9,7 Milliarden im Vorjahr. Das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte sich
von 723 Millionen auf 470 bis 570 Millionen Euro verschlechtern. Das
operative Ergebnis wird den Angaben zufolge voraussichtlich von 350
Millionen auf 100 bis 200 Millionen Euro einbrechen.
Auch für das anstehende Geschäftsjahr 2026/27 erwartet Südzucker
einen anhaltend schwierigen Zuckermarkt. Im Zuckersegment dürfte es
"keine signifikante" Ergebniserholung geben, hatte das Unternehmen
Mitte Dezember mitgeteilt. Hingegen rechnet Südzucker sowohl bei der
Tochter Cropenergies dank höherer Prämien auf Ethanolabsätze und
geringerer Nettorohstoffkosten als auch in der Spezialitäten-Sparte
dank steigender Absatzmengen mit einer deutlichen Steigerung der
Ergebnisse.
Insgesamt dürfte der Umsatz in dem bis Ende Februar 2027 laufenden
Geschäftsjahr leicht zurückgehen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen sieht der Konzern bei 480 bis 680 Millionen
Euro./err/stw/stk
ISIN DE0007297004 DE0009653386 DE000A0LAUP1
AXC0145 2026-01-13/12:14
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Autor: - dpa-AFX
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