| Oft Bus statt Bahn: Zugstrecke Halle-Kassel wird saniert |
| 13.01.2026 12:18:00 |
Die stark befahrene Bahnstrecke zwischen
Halle in Sachsen-Anhalt und Kassel in Hessen soll modernisiert
werden. Was die umfangreichen Arbeiten zwischen der
sachsen-anhaltischen Großstadt dem hessischen Eichenberg für Pendler
und andere Zugreisende bedeuten.
Was erwartet Fahrgäste grundsätzlich?
"Die nächsten drei Jahre fahren wir ein bisschen mehr Bus", fasste
der Pressesprecher des Bahnunternehmens Abellio, Stefan Dietrich,
die Lage bei einem Pressetermin mit der Deutschen Bahn zusammen.
Teils seien massive Einschränkungen im Bahnverkehr mit
Komplettsperrungen auf der Strecke zu erwarten. "Es gibt aber keine
Alternative", so Dietrich mit Blick auf den geplanten
Schienenersatzverkehr mit Bussen.
Was bedeutet das konkret?
Schon am Freitag, 16. Januar, wird die Zugstrecke zwischen
Sangerhausen in Sachsen-Anhalt und Leinefelde in Thüringen gesperrt.
Statt der Bahnen sollen dann bis zum 12. März Busse fahren. Zwischen
Sangerhausen und Leinefelde soll unter anderem stündlich ein
Expressbus als Ersatz verkehren, der aber nicht an allen anderen
Stationen hält. Die Expressbusse seien etwa 45 Minuten länger
unterwegs als die Züge auf der Strecke. Mehrere Unterwegshalte
werden mit weiteren Bussen angefahren.
Ab Ende Juli soll die Strecke dann ab Halle in mehreren
Bauabschnitten gesperrt werden: erst bis Berga-Kelbra, ab Ende
August bis Nordhausen und ab Anfang Oktober bis Leinefelde. Auch
dann werde es Ersatzfahrpläne mit Bussen geben. Genaue Informationen
dazu finden Fahrgäste etwa auf den Websites von Abellio und der
Deutschen Bahn. Auch auf der Website zum Sanierungsprojekt werden
die Sperrungen aufgeführt:
https://halle-eichenberg.deutschebahn.com.
Auch an manchen Bahnhöfen und Bahnübergängen fallen Arbeiten an, die
dort zu Einschränkungen führen können. Dabei geht es etwa darum,
Bahnsteige barrierefrei zu gestalten. Für manche Arbeiten müssen
zudem Straßen gesperrt werden. Dazu sollen separate Informationen
erfolgen.
Wie lange soll die Arbeiten laufen und was passiert überhaupt?
Bis die Modernisierung der rund 170 Kilometer langen Strecke Ende
2028 abgeschlossen werden soll, ist weiter immer wieder mit
Einschränkungen für Bauarbeiten zu rechnen. Deutsche Bahn und
Abellio planen, regelmäßig über die Arbeiten und die daraus
resultierenden Folgen für Fahrgäste zu informieren.
In die Sanierung sollen rund 625 Millionen Euro fließen. Dabei geht
es vor allem auch darum, alte Stellwerke durch elektronische zu
ersetzen. Sie sollen helfen, die Bahnstrecke zwischen Halle und dem
hessischen Kassel zuverlässiger zu machen. Auch der Güterverkehr
soll davon profitieren: Für lange Güterzüge sollen Sangerhausen und
Röblingen am See 740 Meter lange Überholgleise entstehen./maf/DP/zb
AXC0147 2026-01-13/12:18
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Autor: - dpa-AFX
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