| Aktien Europa: Abwartendes Geschäft vor US-Berichtssaison |
| 13.01.2026 12:20:00 |
Europas Aktienmärkte haben sich am
Dienstag kaum bewegt. "Wie es sich bereits zum Handelsstart
abgezeichnet hatte, stehen viele Investoren heute lieber an der
Seitenlinie und warten den Beginn der US-Berichtssaison und das
makroökonomisch Datenfeuerwerk aus den USA ab", so Marktexperte
Andreas Lipkow.
Der EuroStoxx 50 verharrte am Mittag knapp über 6.000
Punkten. Ähnlich sah es außerhalb des Euroraums an der britischen
Börse aus. Der Leitindex FTSE 100 trat auf der
Stelle. Der Schweizer SMI gab unterdessen um 0,63
Prozent auf 13.342,18 Punkte nach.
Die US-Berichtssaison warf ihre Schatten auch bei den Einzelsektoren
voraus. So entwickelten sich Bankaktien etwas stärker als der
Gesamtmarkt. "Für die Branche rechnet der Markt mit einem Plus von
knapp sieben Prozent bei Gewinn und Umsatz", merkte Luis Ruiz,
Marktanalyst CMC Markets, zu den anstehenden US-Zahlen an.
Erste Zahlen aus Europa sorgten indes für Unmut. So gerieten Sika
mit sieben Prozent Abschlag unter Druck. Der Schweizer Bauchemie-
und Klebstoffhersteller erlitt 2025 einen Umsatzrückgang von 4,8
Prozent auf 11,2 Milliarden Franken. Negative Währungseffekte und
der schwache chinesische Baumarkt bremsten. Händler äußerten sich
zudem enttäuscht über die Aussichten des Unternehmens im laufenden
Jahr. "Der wichtige Markt China zeigt bislang kaum
Erholungstendenzen und solange sich China nicht erholt, bleibt es
schwierig", meinte ein Händler.
Die Verluste hinterließen merkliche Spuren im Bausektor, der
abgeschlagen am Ende des Feldes lag. Bei dem Schwergewicht Vinci
kam hinzu, dass die Analysten der Bank of America die
Einstufung auf "Underperform" gesenkt hatten.
Auch die Zahlen von Lindt & Sprüngli versüßten
Anlegern das Börsengeschehen nur kurz. Nach Auftaktgewinnen rutschte
die Aktie ins Minus und gab um knapp drei Prozent nach. Dabei hatte
der Schweizer Schokoladehersteller den Umsatz stärker als erwartet
gesteigert. Allerdings war dies Preiserhöhungen geschuldet. Die
verkauften Mengen gingen zurück. Händler fragen sich nun, wie lange
die Konsumenten Preiserhöhungen mitmachen und nicht doch zu
billigeren Alternativen wechseln dürften./mf/men
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145 CH0009980894
AXC0150 2026-01-13/12:20
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Autor: - dpa-AFX
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