| Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nach Rekordhoch kaum bewegt / Kaum Impulse durch Inflationsdaten und Banken-Zahlen aus den USA - Agrana nach Zahlen im Plus |
| 13.01.2026 15:01:00 |
An der Wiener Börse hat sich der ATX am Dienstag auf
rekordhohem Niveau stabil gehalten. Inflationsdaten und Zahlen aus
dem Bankensektor in den USA fielen tendenziell positiv aus, gaben
den heimischen Werten jedoch keine stärkeren Impulse.
Nachdem er sein Rekordhoch im Vormittagshandel noch leicht nach
oben geschraubt hatte, notierte der Leitindex ATX am Nachmittag 0,05
Prozent im Minus bei 5.437 Punkten. Der ATX Prime fiel um 0,12
Prozent auf 2.698 Zähler. Das europäische Umfeld notierte ohne klare
Richtung.
Die am Nachmittag veröffentlichte Inflationsrate verharrte in den
USA im Dezember wie erwartet bei 2,7 Prozent. Die Kerninflation
betrug im Jahresvergleich unverändert 2,6 Prozent. Analysten hatten
hier mit einem leichten Anstieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent
gerechnet. "Sowohl die Gesamt- als auch die Kernpreise liegen
weiterhin klar oberhalb des Fed-Ziels", kommentierten die Ökonomen
der Helaba. Für die US-Notenbanker gebe es keinen Grund, von ihrer
vorsichtigen Haltung bezüglich Zinssenkungen abzurücken.
Darüber hinaus läutete die US-Großbank JPMorgan mit ihren
Quartalszahlen die Berichtssaison ein. Die US-Bank übertraf mit
ihrem Quartalsgewinn zwar unterm Strich die Erwartungen, Einfluss
auf den breiten Markt hatten dies aber nicht.
In Wien gab es Ergebnisse der Agrana, deren Aktienkurs um 0,9
Prozent zulegte. Der Nahrungsmittelkonzern hat in den ersten drei
Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 wegen niedrigerer Zuckerpreise
sowie der Schließung von zwei Zuckerfabriken wie erwartet einen
Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Den Jahresausblick
bestätigte das Unternehmen. Auch wenn die Zahlen leicht über ihren
Schätzungen gelegen hätten, würde der Bericht weitere Belege für die
erheblichen Herausforderungen liefern, denen das Unternehmen derzeit
gegenüberstehe, kommentierte Analystin Vladimira Urbankova von der
Erste Group.
Auftrieb gaben dem Leitindex die schwer gewichteten Bankwerte
Erste Group und BAWAG mit Kursgewinnen von 1,2 respektive 0,8
Prozent. Um bis zu 1,5 Prozent hinab ging es hingegen für die
Versorgeraktien Verbund und EVN.
Noch schwächer zeigten sich Aktien aus der Bau- und
Grundstoffbranche, im Einklang mit den europäischen Sektortrends.
Als Belastung galt der schweizerische Bauchemiekonzern Sika, der
seine Gewinnprognosen für 2025 senken musste. In Wien büßten
voestalpine und Wienerberger bis zu drei Prozent ein.
spa/lof
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/lof
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