| Wiener Börse - ATX verliert nach Rekordhoch / Leitindex verschnauft nach Jahresendrally - Agrana nach Zahlen im Minus |
| 13.01.2026 18:15:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Ab 4. Absatz ergänzt.
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An der Wiener Börse ist der ATX am Dienstag etwas
von seinem Rekordniveau zurückgefallen. Inflationsdaten und erste
Zahlen aus dem Bankensektor in den USA fielen tendenziell besser als
erwartet aus, gaben den heimischen Werten jedoch keine positiven
Impulse.
Nachdem er sein Rekordhoch im Vormittagshandel noch leicht nach
oben geschraubt hatte, schloss der heimische Leitindex 0,55 Prozent
im Minus bei 5.410,30 Punkten. Der ATX Prime fiel um 0,54 Prozent
auf 2.686,66 Zähler. Das europäische Umfeld ging nur wenig verändert
aus dem Geschäft.
Insgesamt hat beim ATX der Schwung aus der Jahresendrally in den
vergangenen Tagen spürbar nachgelassen. Einige technische
Indikatoren hätten sich in den letzten Tagen ein wenig abgeschwächt,
der Aufwärtstrend bleibe jedoch nach wie vor bestehen, kommentierte
Christoph Schultes, Analyst bei der Erste Group. Charttechnisch sei
eine Verschnaufpause aber durchaus rechtzufertigen.
Die am Nachmittag veröffentlichte Inflationsrate in den USA
verharrte im Dezember wie erwartet bei 2,7 Prozent. Die
Kerninflation betrug im Jahresvergleich unverändert 2,6 Prozent.
Analysten hatten hier mit einem leichten Anstieg um 0,1
Prozentpunkte auf 2,7 Prozent gerechnet. "Sowohl die Gesamt- als
auch die Kernpreise liegen weiterhin klar oberhalb des Fed-Ziels",
kommentierten die Ökonomen der Helaba. Für die US-Notenbanker gebe
es keinen Grund, von ihrer vorsichtigen Haltung bezüglich
Zinssenkungen abzurücken.
Darüber hinaus läutete die US-Großbank JPMorgan mit ihren
Quartalszahlen die Berichtssaison ein. Das Geldhaus übertraf mit dem
Quartalsgewinn zwar unterm Strich die Erwartungen, der Aktienkurs
gab zuletzt dennoch nach.
In Wien gab es unterdessen Ergebnisse der Agrana, deren Aktien
0,9 Prozent leichter schlossen. Der Nahrungsmittelkonzern hat in den
ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 wegen niedrigerer
Zuckerpreise sowie der Schließung von zwei Zuckerfabriken wie
erwartet einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Den
Jahresausblick bestätigte das Unternehmen. Auch wenn die Zahlen
leicht über ihren Schätzungen gelegen hätten, würde der Bericht
weitere Belege für die erheblichen Herausforderungen liefern, denen
das Unternehmen derzeit gegenüberstehe, kommentierte Analystin
Vladimira Urbankova von der Erste Group.
Höchst uneinheitlich entwickelten sich die Bankwerte. Während die
schwergewichtete Erste Group den ATX mit einem Kursgewinn von knapp
einem Prozent stützte, rasselten RBI Titel um 4,2 Prozent ans untere
Indexende. Im breiteren prime market zogen dafür Addiko Bank um fünf
Prozent an.
Ansonsten folgten die Titel weitgehend den europäischen
Branchentrends. Die Versorger Verbund und EVN fielen um bis zu 1,3
Prozent. Im Versicherungssektor schlossen insbesondere VIG 3,1
Prozent leichter.
Noch schwächer zeigten sich Aktien von Wienerberger, die im
schwachen Sektorumfeld 3,2 Prozent abgaben. Als Belastung für
Baustoffwerte galt der schweizerische Bauchemiekonzern Sika, der
seine Gewinnprognosen für 2025 senken musste.
spa/lof
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/lof
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