| Japan steuert auf Neuwahlen zu |
| 14.01.2026 11:58:00 |
Japans nationalkonservative Ministerpräsidentin
Sanae Takaichi will ihre Macht durch vorgezogene Wahlen sichern. Sie
habe Vertretern ihres Regierungslagers signalisiert, zu diesem Zweck
das Unterhaus zu Beginn der diesjährigen Parlamentssitzung am 23.
Januar aufzulösen, berichteten japanische Medien. Sie dürfte dies
demnach am Montag bekanntgeben. In Erwartung eines Sieges des
Regierungslagers bei der im Februar erwarteten Wahl schloss die
Tokioter Börse auf einem Rekordhoch. An den Märkten verspricht man
sich eine Stärkung der aggressiven Finanzpolitik.
Die 64-jährige Takaichi war erst Ende Oktober zur ersten
Regierungschefin ihres Landes gewählt worden. Als Chefin der
regierenden LDP bildete sie eine Allianz mit der
konservativ-neoliberalen Partei Ishin, nachdem die Partei Komeito
die Koalition nach 26 Jahren wegen eines Spendenskandals der LDP
beendet hatte. Takaichi will scheinbar die Gunst der Stunde nutzen,
da sich ihr Kabinett hoher Beliebtheit erfreut. Dies weckt
Hoffnungen, dass eine vorgezogene Wahl ihre fragile politische
Position verbessern könnte, da die Regierungskoalition nur über eine
hauchdünne Mehrheit im Unterhaus verfügt.
Spekulationen über Neuwahlen hatte es nach einem entsprechenden
Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg bereits am Vortag gegeben.
Die japanische Währung Yen war darauf zum US-Dollar und Euro weiter
unter Druck geraten. Am Mittwoch noch erholte sich der Yen etwas.
So steht Takaichi für eine aggressive Fiskalpolitik und sie
befürwortet eine expansive Geldpolitik. Das trieb auch den
japanischen Aktienmarkt mit der Aussicht auf Neuwahlen auf
Rekordhöhen./ln/DP/mis
ISIN XC0009692440 EU0009652627 JP9010C00002
AXC0126 2026-01-14/11:58
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Autor: - dpa-AFX
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