| AKTIEN IM FOKUS: Airlines schwächeln - IAG steigen nach Analystenkommentaren |
| 14.01.2026 13:52:00 |
Die Aktien europäischer
Fluggesellschaften haben am Mittwoch überwiegend nachgegeben.
Besonders deutlich waren die Verluste von Netzwerk-Fliegern wie Air
France-KLM und Lufthansa. Zu ihnen äußerte sich die britische
Großbank Barclays negativ. Sie stufte beide von "Equal-weight" auf
"Underweight" ab und erwartet damit, dass sie sich in den kommenden
zwölf Monaten im Vergleich zu den anderen Branchenwerten
unterdurchschnittlich entwickeln werden.
Zugleich sieht Barclays Billigflieger wie Ryanair oder auch Easyjet
und Reiseunternehmen positiv und verwies unter anderem auf geringere
Treibstoffkosten, die auch für Tui positiv wirken dürften.
Das irische Analysehaus Davy ist für die Luftfahrtbranche
unterdessen insgesamt zuversichtlicher und erwartetet einen baldigen
Aufschwung. "Die Luftfahrtindustrie hat während der Pandemie fast
ein halbes Jahrzehnt Wachstum eingebüßt, doch wir glauben, dass sich
die Erträge mitten in einem Aufschwung befinden", schrieben die
Analysten Stephen Furlong und Ava Costello. Air France-KLM und Jet2
allerdings stuften sie auf "Neutral" ab, während sie IAG auf
"Outperform" hochstuften.
Hierzulande reagierte die Aktie der Lufthansa auf die
Analystenkommentare mit Verlusten von 3,1 Prozent auf 8,44 Euro und
Tui verloren 0,9 Prozent auf 9,07 Euro. Air
France-KLM büßten in Paris 4,4 Prozent auf 10,78 Euro
ein. Die Papiere der ebenfalls zu den Netzwerk-Fliegern zählenden
IAG gewannen unterdessen in London 1,4 Prozent auf 413,10 Pence.
Dort gaben Easyjet zudem 2,1 Prozent auf 479,10 Pence
ab und Jet2 verloren 0,8 Prozent auf 1.296,00 Pence.
Wizz Air gaben um 3,0 Prozent auf 1.220,00 Pence
nach. In Dublin ging es für Ryanair um relativ
moderate 0,7 Prozent auf 28,35 Euro abwärts.
Barclays-Analyst Andrew Lobbenberg zieht laut seiner Branchenanalyse
nach wie vor Billigflieger und Reisekonzerne den
Netzwerk-Fluggesellschaften vor. Für letztere sei der Optimismus
neuerdings zu groß geworden, schrieb er. Dabei betonte er mit Blick
auf die Lufthansa wegen des schwachen US-Dollars und geopolitischer
Entwicklungen Risiken auf den Nordatlantik-Routen. Zudem verwies er
auf Streik- und Lohnsteigerungsrisiken und hält die im Januar 2025
eingeleitete Übernahme der italienischen Airline ITA Airways nach
wie vor für "einen Fehler".
Auch für Air France-KLM hob er den Nordatlantik-Verkehr als
Belastungsfaktor hervor. Die Umsätze dürften durch eine erwartete,
schwache Nachfrage auf diesen Routen belastet werden, schrieb er.
Eine starke Gefährdung sieht er vor allem, wenn Wohlstandseffekte
nachlassen sollten und hob hervor, dass seine Schätzungen für die
wichtigsten Kennziffern des Unternehmens für das laufende und
kommende Jahr deutlich unter den Konsensprognosen lägen.
Positiv gestimmt ist Lobbenberg dagegen vor allem für Easyjet und
Jet2, die er beide mit "Overweight" bewertet und als seine Favoriten
bezeichnet. Beiden dürften am stärksten von einer Trendwende im
britischen Flugverkehr profitieren, "sobald die Sorgen um den
britischen Haushalt der Vergangenheit angehören".
Wizz Air sei ein Sonderfall. Die Aktie bewertet der Analyst nach wie
vor mit "Buy", doch blieben die Aussichten für die zweite
Geschäftsjahreshälfte 2025/26 "sehr schlecht", schrieb er. Die
wichtigste Frage aber werde sein, "ob Wizz Air greifbare
Fortschritte bei der Umsetzung seines überarbeiteten, auf geringes
Wachstum ausgerichteten Geschäftsplans erzielen kann."
Während der Barclays-Analyst für die Netzwerk-Fluggesellschaft IAG
neutral gestimmt bleibt, hob er dennoch deren Aktienrückkäufe und
Marge positiv hervor sowie das starke Südatlantik-Geschäft. Die
Davy-Analysten Furlong und Costello, die die Aktie nun mit
"Outperform" bewerten, schrieben: "Unter den
Netzwerk-Fluggesellschaften können die Performance der IAG und die
bevorstehenden Cashflows nicht länger ignoriert werden."/ck/err/mis
ISIN DE0008232125 DE000TUAG505 FR001400J770 GB00B7KR2P84 ES0177542018
AXC0157 2026-01-14/13:52
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Autor: - dpa-AFX
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