| Verdi stimmt auf weitere Warnstreiks ein |
| 14.01.2026 15:23:00 |
Vor dem Hintergrund laufender Warnstreiks im
Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst warnt Verdi-Chef Frank
Werneke vor einer weiteren Zuspitzung. "Da braut sich eine explosive
Stimmung zusammen", sagte Werneke in Berlin. Am Donnerstag gehen in
Potsdam die Gespräche über einen neuen Abschluss für die
Landesbeschäftigten weiter. Der Auftakt war im Dezember ohne
Ergebnis zu Ende gegangen.
Werneke forderte von den Länder-Arbeitgebern ein
"verhandlungsfähiges Angebot". Der Personalmangel und die Anzahl
unbesetzter Stellen im öffentlichen Dienst seien auf Rekordständen.
Die Überlastung viele Beschäftigten wachse. "Gleichzeitig leiden die
Länderbeschäftigten unter Reallohn-Verlusten und werden im Vergleich
zu den Kolleginnen und Kollegen bei Bund und Kommunen auch noch
schlechter bezahlt."
Rund 2,2 Millionen Beschäftigte betroffen
Möglichst in der dritten Verhandlungsrunde Mitte Februar soll für
die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der
Länder ein Durchbruch gelingen. Die Tarifgemeinschaft deutscher
Länder (TdL) lehnt die Forderungen nach sieben Prozent mehr
Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr bisher als unbezahlbar ab.
Auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte wird der Abschluss in
der Regel in den einzelnen Ländern übertragen. Nicht betroffen ist
Hessen; hier wird separat verhandelt.
Kliniken, Theater, Unis werden bestreikt
Seit Montag hatten sich Länderangestellte in mehreren Bundesländern
verstärkt an Warnstreiks und Protesten beteiligt - unter anderem an
Theatern in Berlin, Unikliniken in Düsseldorf, Essen oder Lübeck,
Kitas in Berlin, Universitäten in Tübingen oder Karlsruhe. Mit einer
Ausweitung wird gerechnet, falls sich Gewerkschaften und Arbeitgeber
in dieser Woche nicht überraschend annähern. Nahverkehr oder
Müllabfuhr können die Gewerkschaften im Ländertarifkonflikt anders
als bei den Kommunalbeschäftigten nicht bestreiken.
Die Darstellung der Länder über gravierende Haushaltsprobleme als
Grund für ihre wenig entgegenkommende Haltung wies Werneke zurück.
"Richtig ist, dass die Länder im vergangenen Jahr ein Einnahme-Plus
von 5,2 Prozent verzeichnet haben", sagte Werneke./bw/DP/mis
AXC0181 2026-01-14/15:23
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Autor: - dpa-AFX
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