| Dänemark erhöht Militärpräsenz in Grönland |
| 14.01.2026 16:34:00 |
Dänemark erhöht ab sofort seine
Militärpräsenz in und um Grönland. Das geht aus einer gemeinsamen
Mitteilung des dänischen Außenministeriums und des grönländischen
Ministeriums für Äußeres und Forschung hervor. Dies geschehe demnach
im Zusammenhang mit militärischen Übungen mit sowohl Flugzeugen,
Schiffen als auch Soldaten - und in enger Zusammenarbeit mit
Nato-Verbündeten.
Ziel sei es, die Fähigkeit zum Einsatz unter den besonderen
Bedingungen in der Arktis zu trainieren und die Präsenz des
Verteidigungsbündnisses zu stärken. Bei den Übungsaktivitäten könne
es sich laut der Mitteilung unter anderem um die Unterstützung
grönländischer Behörden wie der Polizei, die Überwachung
systemrelevanter Anlagen, den Einsatz von Kampfflugzeugen in und um
Grönland, die Lösung von Marineaufgaben sowie die Entgegennahme
alliierter Truppen handeln. Grund dafür sei, dass sich "die
sicherheitspolitischen Spannungen bis in die Arktis" ausgedehnt
haben.
Ankündigung kurz vor Grönland-Gipfel in Washington
Die Ankündigung kam kurz bevor sich der dänische Außenminister Lars
Løkke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische
Ministerin Vivian Motzfeldt mit US-Außenminister Marco Rubio sowie
US-Vizepräsident JD Vance in Washington treffen. In den vergangenen
Tagen hatte US-Präsident Donald Trump immer wieder mit der Annexion
Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen
begründet.
Grönland gehört zum dänischen Königreich, ist aber weitgehend
autonom. Die Regierungen von Dänemark und Grönland haben deutlich
gemacht, dass ein Verkauf oder eine Annexion des Territoriums durch
die USA inakzeptabel sind. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette
Frederiksen warnte vor einem Ende der Nato, sollte die US-Regierung
ihre Ankündigungen wahr machen./arn/DP/nas
AXC0200 2026-01-14/16:34
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Autor: - dpa-AFX
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