| OMV-Produktion sank im 4. Quartal auf 300.000 Fass pro Tag / Brent-Preis im Schnitt bei 63,73 Dollar - Raffineriemarge gestiegen - Nicht zahlungswirksame Wertminderungen von 0,7 Mrd Euro vor Steuern erwartet |
| 15.01.2026 08:10:00 |
Die OMV hat im vierten Quartal 2025 ihre Öl- und
Gasproduktion weiter gedrosselt: Die Förderung sank laut Trading
Update vom Donnerstag im Schnitt auf 300.000 Barrel Öläquivalent pro
Tag, nach 304.000 Barrel im Vorquartal. Für das Schlussquartal
erwartet der Konzern zudem nicht zahlungswirksame Wertminderungen
und Wertanpassungen von insgesamt rund 0,7 Mrd. Euro vor Steuern.
Die Quartalszahlen werden am 4. Februar veröffentlicht.
Im wirtschaftlichen Umfeld gab der durchschnittliche Brent-Preis
auf 63,73 US-Dollar (54,70 Euro) je Barrel nach (Q3: 69,13). Der von
der OMV realisierte Rohölpreis lag bei 62,4 Dollar je Barrel (Q3:
66,3). Der durchschnittlich realisierte Erdgaspreis (ohne Gas
Marketing & Power) sank auf 26,4 Euro je Megawattstunde (Q3: 27,3).
700 Mio. Euro an Wertminderungen verbucht
Die Rohöl- und NGL-Produktion (Natural Gas Liquids, Flüssige
Kohlenwasserstoffe) ging auf 175.000 Barrel Öläquivalent pro Tag
zurück (Q3: 179.000), die Erdgasproduktion lag unverändert bei
125.000. Im vierten Quartal 2024 hatte die Gesamtproduktion noch
337.000 Barrel betragen.
Die gesamten Kohlenwasserstoff-Verkaufsvolumina sanken auf
289.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (Q3: 306.000). Bei den
erwarteten Wertminderungen entfallen laut OMV rund 0,4 Mrd Euro auf
Rumänien, Tunesien und Neuseeland, vor allem infolge von
Produktionsrückgängen. Weitere 0,3 Mrd Euro betreffen eine
Wertminderung sonstiger finanzieller Vermögenswerte im Zusammenhang
mit Rekultivierungsverpflichtungen in Rumänien. Die Anpassungen
werden als Sondereffekte klassifiziert und sollen das operative
Ergebnis vor Sondereffekten nicht beeinflussen.
Im Fuels-Geschäft stieg die Raffinerie-Referenzmarge Europa auf
13,96 Dollar je Barrel (Q3: 11,54), der Auslastungsgrad lag bei 89
Prozent (Q3: 91). Höhere Referenzmargen würden jedoch durch
betriebliche Einschränkungen in den Raffinerien Schwechat und
Burghausen sowie Einmaleffekte ausgeglichen, so die OMV. In der
Chemiesparte lagen die Olefin-Referenzmargen höher und die
Polyolefin-Verkaufsmenge stieg auf 1,80 Mio. Tonnen (Q3: 1,47),
gleichzeitig sank der Steamcracker-Auslastungsgrad auf 72 Prozent
(Q3: 84).
ivn/cgh
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Autor: - APA/ivn/cgh
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