| Tojners Asta Energy will in Frankfurt an die Börse gehen / Geplanter Erlös aus Kapitalerhöhung 125 Mio. Euro - Siemens Energy und mehrere Fonds sind Ankerinvestoren - Langfristig 1 Mrd. Euro Umsatz geplant |
| 15.01.2026 11:46:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Weitere Details nach Pressegespräch mit Asta-Management
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Der österreichische Kupferspezialist Asta Energy
Solutions, der derzeit im 100-prozentigen Eigentum des
österreichischen Industriellen Michael Tojner steht, plant im ersten
Quartal den Gang an die Frankfurter Börse. Dabei sollen über eine
Kapitalerhöhung rund 125 Millionen Euro erlöst werden, wie das
Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das gesamte Transaktionsvolumen
soll bis zu 190 Millionen Euro betragen.
Asta war früher ein Teil der Montana Aerospace, wurde aber im
Herbst aus der Montana ausgegliedert. Das Unternehmen recycelt
Kupferschrott und stellt daraus Kupferbauteile für die
Energiewirtschaft her, etwa für Transformatoren, Generatoren und
Rechenzentren. "Wir unterstützen jeden Tag die Elektrifizierung der
Welt", sagte Asta-CEO Klaus Schäcke in einem Pressegespräch. Die
Asta sei "erfolgskritisch, dass die Energiewende umgesetzt werden
kann". Das Unternehmen ist mit insgesamt 1.400 Mitarbeitern weltweit
tätig. Standorte gibt es auf dem amerikanischen Kontinent in
Brasilien, in Europa in Österreich und Bosnien und Herzegowina und
in Asien in China und Indien.
Als Ankerinvestor für den Börsengang haben sich bereits der Kunde
Siemens Energy sowie Fonds von BNP Paribas Asset Management, Invesco
und WCM zum Kauf von Aktien für insgesamt rund 55 Millionen Euro
verpflichtet. Davon entfallen allein 25 Millionen Euro auf Siemens
Energy. Asta gehört zur Gruppe des österreichischen Investors
Michael Tojner, der auch nach dem Börsengang die Mehrheit behalten
will.
Erster Börsengang für heuer in Frankfurt
Dies wäre der erste Börsengang in Frankfurt in diesem Jahr. Als
Begründung, warum man ausgerechnet in Deutschland und nicht
beispielsweise in Wien an die Börse geht, sagte Schäcke: "Das
Interesse für Energie ist in Frankfurt". Auch der Ankerinvestor
Siemens Energy sei in Frankfurt gelistet. Der Börsengang soll noch
im ersten Quartal stattfinden. Weitere Details zur Bewertung sollen
in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Im Aufsichtsrat der
Asta sitzt unter anderem der Ex-SPÖ-Kanzler Christian Kern.
Mit den Erlösen will Asta jedenfalls international wachsen. Vor
allem in Brasilien, wo Kupferschrott zugekauft werde, soll ausgebaut
werden, aber auch für Investitionen in Europa soll ein Teil des
Geldes verwendet werden. Asta sei in einem "unglaublich stark
wachsenden Markt" tätig und wolle ihre technologische
Vorreiterstellung auch künftig verteidigen. Zudem woll Asta ihre
Verschuldung abbauen und Darlehen zurückzahlen, sagte Finanzchefin
Daniela Klauser.
Nach dem Börsengang soll Tojner weiter mit über 50 Prozent
Mehrheitseigentümer der Asta Energy Solutions bleiben. Aktuell hält
er laut Daten im WirtschaftsCompass über die Makra GmbH sowie über
die ETV Montana Tech Holding GmbH 100 Prozent der Anteile.
Langfristig 1 Mrd. Euro Umsatz geplant
Wirtschaftlich geht es dem Unternehmen derzeit gut. Seit 2023
habe sich der Auftragsbestand versiebenfacht, es gebe Aufträge bis
2032, so Klauser. Beim Umsatz legte Asta von rund 480 Mio. Euro im
Jahr 2022 auf etwa 643 Mio. Euro im Jahr 2024. Für das Geschäftsjahr
2025 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 680 Millionen
Euro und einem operativen Ergebnis (Ebitda) zwischen 45 und 47 Mio.
Euro. Langfristig wird ein Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde
Euro angepeilt.
bel/spo
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Autor: - APA/bel/spo
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