| Bank Austria: Leichte Aufhellung in der heimischen Wirtschaft / Konjunkturindikator auf höchstem Stand seit Mitte 2022 - Reales BIP pro Kopf aber in den letzten drei Jahren zurückgegangen - Für 2026 1,0 Prozent Wachstum erwartet |
| 15.01.2026 12:33:00 |
Für die Wirtschaft geht es wieder etwas
bergauf. Im Dezember stieg der Konjunkturindikator der UniCredit
Bank Austria auf den höchsten Stand seit Mitte 2022, er liegt
allerdings weiterhin nur bei minus 0,7 Punkten. Vor dem
Jahreswechsel habe sich in allen Sektoren außer dem Bau die Stimmung
verbessert. "Die österreichische Wirtschaft startet damit unter
deutlich günstigeren Voraussetzungen ins neue Jahr als 2025", sagte
UniCredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.
Mit allzu großem Optimismus halten sich die Ökonomen aber zurück,
denn "die hohen geopolitischen Unsicherheiten, die aggressive
US-Wirtschaftspolitik und hausgemachte Herausforderungen durch die
hohe Kostendynamik sowie der enge budgetäre Handlungsspielraum
begrenzen die Aussichten für die österreichische Wirtschaft", so
Bruckbauer weiter.
Für 2025 prognostizieren die Volkswirte in Anbetracht besserer
Stimmungsdaten einen Anstieg beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,5
Prozent. Das sei mehr als ursprünglich erwartet, allerdings liege
der Wert nach wie vor um ein Prozent unter dem von 2022. Wegen des
starken Bevölkerungsanstiegs sei das reale BIP pro Kopf dagegen in
den vergangenen drei Jahren um zwei Prozent oder fast 1.000 Euro
zurückgegangen. "Die vergangenen Jahre haben somit einen spürbaren
Rückgang des Wohlstands in Österreich gebracht", sagte
UniCredit-Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl. Das Niveau von 2022
dürfte erst wieder 2027 erreicht werden.
1,0 Prozent Wachstum für 2026 erwartet
Dennoch dürfte es heuer wieder konjunkturell weiter bergauf
gehen. Für 2026 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent
gesehen, 2027 sollten es dann 1,5 Prozent sein. Dazu werde vor allem
die Inlandsnachfrage beitragen, aber auch der Außenhandel werde sich
laut den Ökonomen etwas stabiler entwickeln. Auch am Arbeitsmarkt
wird mit einer Erholung gerechnet. "Nach dem Anstieg der
Arbeitslosenquote auf 7,4 Prozent im Jahr 2025 gehen wir für 2026
von einem Rückgang auf 7,3 Prozent und 2027 weiter auf zumindest 7,2
Prozent aus", so Pudschedl.
Die Inflation blieb bis zum Ende des Jahres 2025 erhöht, dürfte
heuer jedoch zurückgehen - vor allem, weil der Effekt der
ausgelaufenen Strompreisbremse nun wegfällt. Die Ökonomen rechnen
für 2026 mit einer Teuerung von durchschnittlich 2,4 Prozent. 2027
sollte die Inflation dann den Zielwert der Europäischen Zentralbank
(EZB) von 2,0 Prozent erreichen.
bel/cgh
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https://www.unicreditgroup.eu
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Autor: - APA/bel/cgh
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