| AKTIE IM FOKUS: RWE auf 15-Jahres-Hoch - Analysten loben Auktionserfolg |
| 15.01.2026 14:24:00 |
Die RWE -Aktie ist erstmals
wieder seit 15 Jahren über die Schwelle von 50 Euro gesprungen.
Auftrieb gaben zahlreiche positive Kommentare von Analysten nach dem
erfolgreichen Zuschlag bei britischen Offshore-Auktionen am Vortag.
Unter ihnen schätzt Peter Bisztyga von der Bank of America RWE
besonders positiv ein. Die Aktie sei eine der 25 Top-Empfehlungen
für 2026, schrieb er. Dabei verwies der Analyst auf den
Auktionserfolg in Großbritannien sowie die strategische
Partnerschaft mit der Beteiligungsgesellschaft KKR und hob sein
Kursziel um 3 Euro auf 59 Euro an. Damit hat er nun das höchste
Kursziel aller von dpa-AFX und Bloomberg beobachteten
Research-Häusern.
Am frühen Nachmittag ging es für das Papier des Energieversorgers im
kaum veränderten Dax um 2,0 Prozent auf 50,36 Euro
nach oben. Zuletzt war es im Februar 2011 gewesen, als die Aktie
über 50 Euro gekostet hatte. Zum Rekordhoch von etwas über 100 Euro
im Jahr 2008 ist der Weg allerdings noch weit.
Bereits seit Herbst 2025 hat sich die Charttechnik für die Aktie
begonnen aufzuhellen. Die mittel- und längerfristigen
Trendindikatoren wurden zunehmend positiver und Mitte Dezember dann
überwand die Aktie schließlich die 21-Tage-Linie, die den
kurzfristigen Trend signalisiert und inzwischen bei etwas über 46
Euro verläuft.
Deepa Venkateswaran vom US-Analysehaus Bernstein sprach mit Blick
auf die Auktion von einem "vollen Erfolg" für RWE und sieht eine
Wiederbelebung der Offshore-Windenergie in Großbritannien und
Europa, insbesondere für den deutschen Konzern.
BofA-Analyst Bisztyga erklärte, dass sich RWE in der britischen
Auktion den Zuschlag für Großprojekte mit einer Gesamtkapazität von
6,9 Gigawatt gesichert habe. Das sei eine etwa doppelt so hohe
Kapazität, als vom Markt erwartet. Zudem setze das obendrein
angekündigte Finanzierungs-Joint-Venture mit KKR hohe liquide
Mitteln frei.
"Die Projektfinanzierungsstruktur führt in diesem Sommer zu einer
Barauszahlung von 2,9 Milliarden Pfund für aktivierte
Entwicklungskosten", schrieb er. Dabei bezifferte Bisztyga den
Eigenkapitalbedarf von RWE auf "lediglich 0,9 Milliarden Pfund, -
und zwar erst nach vollständiger Inanspruchnahme der
Projektfinanzierung". Die Nettoinvestitionen bis 2030/31 dürften
zugleich nur 1,2 Milliarden Euro betragen, weshalb die
Nettozinskosten für RWE kräftig sinken dürften.
Metzler-Analyst Guido Hoymann hatte sein Kursziel bereits am Vortag
von 54 auf 57 Euro hochgeschraubt und ebenfalls den von RWE
gesicherten Kapazitätsumfang gelobt. Der sei stark mit Blick auf die
aktuelle Gesamtkapazität von laut Hoymann etwa 40
Gigawatt./ck/lew/stk
ISIN DE0007037129
AXC0218 2026-01-15/14:24
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Autor: - dpa-AFX
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