| Nordamerika schwächelt: Absatzrückgang bei Daimler Truck |
| 16.01.2026 10:05:00 |
Vor allem die Marktschwäche in
Nordamerika hat für einen kräftigen Absatzrückgang beim
Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck gesorgt. Der Dax
-Konzern verkaufte im vergangenen Jahr 422.510 Lkw und
Busse, wie das Unternehmen aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart
am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche das einem
Rückgang von acht Prozent.
Im für die Schwaben so wichtigen Markt Nordamerika brach der Absatz
um 26 Prozent ein. Dort verkaufte der Konzern 2025 nur noch 141.814
Fahrzeuge. Der Markt in Nordamerika schwächelt, weil sich
Speditionen derzeit beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten.
Unter anderem wegen der US-Zölle lässt sich das in den kommenden
Jahren anfallende Transportvolumen schwer einschätzen. Im vierten
Quartal allein gesehen war der Absatzschwund mit 27 Prozent ähnlich
hoch wie im Gesamtjahr.
Die Marke Mercedes-Benz Trucks, die vor allem in Europa und
Lateinamerika vertreten ist, verkaufte vergangenes Jahr 159.871
Fahrzeuge und blieb damit auf Vorjahresniveau. Das Segment Trucks
Asia steigerte seinen Absatz hingegen um vier Prozent auf 107.055
Einheiten. Auch bei den Bussen zog der Absatz leicht an. Daimler
Buses verkaufte mit 26.991 Fahrzeugen zwei Prozent mehr als im
Vorjahr.
Hinter dem Nutzfahrzeughersteller liegt ein schwieriges
Geschäftsjahr. So sank der Umsatz in den ersten neun Monaten im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 36,5 Milliarden
Euro. Der Gewinn ging mit einem Minus von 31 Prozent auf rund 1,57
Milliarden Euro deutlich zurück. Zahlen für das gesamte
Geschäftsjahr 2025 will Daimler Truck Mitte März vorlegen. Dann soll
auch eine Prognose für das neue Jahr stehen.
Sparprogramm angekündigt
Der Konzern will wettbewerbsfähiger werden und hat deshalb unter
anderem das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt. Bis 2030
sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr
als eine Milliarde Euro sinken, dafür sollen in Deutschland rund
5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Marke
Mercedes-Benz. In Nordamerika soll ebenfalls gespart werden.
Maßnahmen zur Senkung der Produktionskapazitäten betreffen dort nach
früheren Angaben von Finanzchefin Eva Scherer mehr als 2.000
Jobs./rwi/DP/men
ISIN DE000DTR0CK8
AXC0085 2026-01-16/10:05
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Autor: - dpa-AFX
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