| Wiener Börse (Nachmittag) - ATX verliert 0,3 Prozent / Industriestrategie der Regierung vorgestellt - SBO-Werte geben deutlich nach |
| 16.01.2026 14:37:00 |
Der Wiener Aktienmarkt hat sich zum Wochenausklang
weiterhin mit leichten Verlusten präsentiert. Der ATX gab am Freitag
gegen 14.15 Uhr um 0,3 Prozent auf 5.454,48 Einheiten nach. Auch die
europäischen Leitbörsen zeigten sich im Minus. Am Vormittag stellte
die Bundesregierung ein Milliardenpaket für die heimische Wirtschaft
vor. Der weltpolitische Blick richtet sich derzeit in Richtung Iran
und Grönland.
Zur Stärkung des Standorts Österreich will die Bundesregierung
der schwächelnden Industrie mit einem Investitionspaket in
Milliardenhöhe unter die Arme greifen. Neben einem staatlich
subventionierten Industriestrompreis soll in neun
Schlüsseltechnologien investiert werden. Für die Investitionen in
diese ist bis 2029 ein Volumen von 2,6 Mrd. Euro aus dem
Forschungs-, Technologie-und Innovationspakt (FTI-Pakt) vorgesehen.
Am Donnerstag verkündete die US-Regierung Sanktionen gegen
Verantwortliche für die Gewalt im Iran. Parallel verstärken die USA
Medienberichten zufolge aber ihre militärische Präsenz in Nahost mit
einem Flugzeugträger und Begleitschiffen. Eine überparteiliche
Delegation von US-Parlamentariern will indes Dänemark und Grönland
angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump die
Unterstützung des Kongresses zusichern.
Am heimischen Aktienmarkt rückten die Werte des österreichischen
Ölfeldausrüsters SBO in den Mittelpunkt. Erste Group Research hatte
das Anlagevotum für SBO von "Buy" auf "Accumulate" gesenkt. Zudem
wurde das Kursziel von 38,3 auf 37,2 Euro verringert. "Die
Zwischenergebnisse für 2025 zeigen, dass SBO mit einem zunehmend
schwierigen Marktumfeld konfrontiert ist, darunter ungünstige
Wechselkursentwicklungen und die Auswirkungen der US-Zölle", so die
zuständige Analystin Vladimira Urbankova in der Studie. Man sei
weiterhin der Ansicht, dass die soliden langfristigen Aussichten von
SBO nicht vollständig im Aktienkurs berücksichtigt sind. Die
SBO-Aktien gaben um 5,3 Prozent nach.
Ebenfalls im Minus befanden sich die Werte von Wienerberger, die
um 3,3 Prozent nachgaben. Die Porr verloren 2,5 Prozent, voestalpine
2,1 Prozent. Lenzing fielen um 1,7 Prozent.
Unterstützend für den ATX wirkten die Aktien von BAWAG, die zwei
Prozent gewannen. Zugewinne gab es auch für die Werte von Do&Co mit
einem Plus von 0,7 Prozent. Andritz verzeichnete ein Plus von 0,4
Prozent. Der steirische Maschinen- und Anlagenbauer gab den Erwerb
einer 51-Prozent-Beteiligung an dem chinesischen Spezialisten für
Induktionserwärmung Baoding Sanzheng Electrical Equipment bekannt.
Mit dieser Akquisition stärkte man "die Position als umfassender
Lösungsanbieter für die Stahlverarbeitung, insbesondere für
Elektroband", hieß es dazu. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben
gemacht.
Stark im prime-market-Segment präsentierten sich auch die Aktien
von Austriacard Holdings mit einem Plus von 5,2 Prozent sowie AMAG
Austria Metall (plus 3,2 Prozent) und Zumtobel (plus 2,7 Prozent).
rst/ste
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/rst/ste
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