| Wiener Börse - ATX geht etwas tiefer ins Wochenende / Heimischer Leitindex verliert dünne 0,01 Prozent - Nach Rekord-Verlaufshoch am Vormittag |
| 16.01.2026 18:17:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Kursveränderungen von Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat sich am Freitag mit leichten
Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX
verlor magere 0,01 Prozent auf 5.470,33 Einheiten. Zahlen der
US-Industrieproduktion vom Dezember fielen stärker als erwartet aus,
gaben den heimischen Werten am Ende noch positive Impulse. Zudem
hatte die heimische Regierung ihre Industriestrategie vorgestellt.
Auch die europäischen Leitbörsen schlossen leichter.
Am Vormittag hatte der ATX noch ein neues Rekord-Verlaufshoch von
5.477,42 Zählern aufgestellt. Im Laufe des Handelstages gab der
heimische Leitindex allerdings nach und erholte sich schließlich
nach Bekanntgabe der US-Konjunkturdaten. In den USA stieg die
Industrieproduktion Ende des vergangenen Jahres stärker als
erwartet. Im Dezember habe sie um 0,4 Prozent zugelegt, teilte die
US-Notenbank Fed am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten nur
einen Anstieg um 0,1 Prozent erwartet. Zudem hatte die Produktion in
den Industriebetrieben bereits im Vormonat stärker Fahrt aufgenommen
als bisher bekannt.
Zur Stärkung des Standorts Österreich will die Bundesregierung
der schwächelnden Industrie mit einem Investitionspaket in
Milliardenhöhe unter die Arme greifen. Neben einem staatlich
subventionierten Industriestrompreis soll in neun
Schlüsseltechnologien investiert werden. Für die Investitionen in
diese ist bis 2029 ein Volumen von 2,6 Mrd. Euro aus dem
Forschungs-, Technologie-und Innovationspakt (FTI-Pakt) vorgesehen.
Davon profitierten wohl auch zunächst die Aktien von AT&S. Sie
gewannen 2,4 Prozent. Zulegen konnte auch der Finanzsektor. Allen
voran verzeichneten die BAWAG-Werte ein Plus von 1,8 Prozent.
Uniqa-Aktien stiegen um 0,5 Prozent an. An der Spitze des
prime-market-Segments standen Austriacard Holdings mit einem Gewinn
von 5,2 Prozent und AMAG Austria Metall mit plus 3,5 Prozent sowie
Zumtobel mit plus 2,7 Prozent.
Am heimischen Aktienmarkt rückten auch die Werte des
niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO ins Blickfeld. Erste
Group Research hatte das Anlagevotum für SBO von "Buy" auf
"Accumulate" gesenkt. Zudem wurde das Kursziel von 38,3 auf 37,2
Euro verringert. "Die Zwischenergebnisse für 2025 zeigen, dass SBO
mit einem zunehmend schwierigen Marktumfeld konfrontiert ist,
darunter ungünstige Wechselkursentwicklungen und die Auswirkungen
der US-Zölle", so die zuständige Analystin Vladimira Urbankova in
der Studie. Man sei aber weiterhin der Ansicht, dass die soliden
langfristigen Aussichten von SBO nicht vollständig im Aktienkurs
berücksichtigt sind. Die SBO-Aktien gaben um 4,6 Prozent nach.
Ebenfalls im Minus befanden sich die Werte von Wienerberger, die
um 2,6 Prozent nachgaben. Die voestalpine verlor 2,1 Prozent.
Lenzing fielen um 1,4 Prozent.
Andritz-Aktien bewegten sich indes nicht. Der steirische
Maschinen- und Anlagenbauer gab den Erwerb einer
51-Prozent-Beteiligung an dem chinesischen Spezialisten für
Induktionserwärmung Baoding Sanzheng Electrical Equipment bekannt.
Mit dieser Akquisition stärke man "die Position als umfassender
Lösungsanbieter für die Stahlverarbeitung, insbesondere für
Elektroband", hieß es dazu. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben
gemacht.
rst/ste
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/rst/ste
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