| Aktien Wien Schluss: Fast stabil ins Wochenende |
| 16.01.2026 18:38:00 |
Die Wiener Börse hat sich am Freitag mit leichten
Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Der Leitindex ATX
verlor 0,01 Prozent auf 5.470,33 Einheiten. Die
Zahlen der US-Industrieproduktion vom Dezember fielen stärker aus
als erwartet und gaben den österreichischen Aktien am Ende noch
positive Impulse. Zudem hatte die Regierung in Wien ihre
Industriestrategie vorgestellt. Auch die europäischen Leitbörsen
schlossen leichter.
Am Vormittag hatte der ATX noch ein neues Rekordhoch von 5.477,42
Punkten aufgestellt. Im Laufe des Handelstages gab der Index
allerdings nach und erholte sich erst nach Bekanntgabe der
US-Konjunkturdaten. In den USA stieg die Industrieproduktion Ende
des vergangenen Jahres stärker als erwartet. Im Dezember habe sie um
0,4 Prozent zugelegt, teilte die US-Notenbank Fed in Washington mit.
Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 0,1 Prozent erwartet. Zudem
hatte die Produktion in den Industriebetrieben bereits im Vormonat
stärker Fahrt aufgenommen als bisher bekannt.
Zur Stärkung des Standorts Österreich will die Regierung der
schwächelnden Industrie mit einem Investitionspaket in
Milliardenhöhe unter die Arme greifen. Neben einem staatlich
subventionierten Industriestrompreis soll in neun
Schlüsseltechnologien investiert werden. Für solche Investitionen
ist bis 2029 ein Volumen von 2,6 Milliarden Euro aus dem
Forschungs-, Technologie-und Innovationspakt (FTI-Pakt) vorgesehen.
Davon profitierten wohl auch zunächst die Aktien von AT&S. Sie
gewannen 2,4 Prozent. Auch der Finanzsektor legte zu. Allen voran
verzeichneten die Bawag-Aktien ein Plus von 1,8
Prozent. Die Aktien von Uniqa gewannen 0,5 Prozent. An der Spitze
des Prime-Market-Segments standen Austriacard Holdings mit einem
Kursgewinn von 5,2 Prozent, Amag Austria Metall mit plus 3,5 Prozent
sowie Zumtobel mit plus 2,7 Prozent.
Auch die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO
rückten ins Blickfeld. Die Analysten der Erste Group hatten ihr
Anlagevotum für SBO von "Buy" auf "Accumulate" gesenkt und ihr
Kursziel von 38,3 auf 37,2 Euro verringert. "Die Zwischenergebnisse
für 2025 zeigen, dass SBO mit einem zunehmend schwierigen
Marktumfeld konfrontiert ist, darunter ungünstige
Wechselkursentwicklungen und die Auswirkungen der US-Zölle", so die
zuständige Analystin Vladimira Urbankova. Man sei aber weiterhin der
Ansicht, dass die soliden langfristigen Aussichten von SBO nicht
vollständig im Aktienkurs berücksichtigt seien. Die SBO-Aktien gaben
um 4,6 Prozent nach.
Die Aktien von Wienerberger gaben um 2,6 Prozent
nach, die Papiere von Voestalpine verloren 2,1
Prozent. Lenzing fielen um 1,4 Prozent.
Die Andritz-Aktien bewegten sich letztlich nicht. Der
steirische Maschinen- und Anlagenbauer hatte den Erwerb einer
51-Prozent-Beteiligung an dem chinesischen Spezialisten für
Induktionserwärmung Baoding Sanzheng Electrical Equipment bekannt
gegeben. Mit dieser Akquisition stärke Andritz seine "Position als
umfassender Lösungsanbieter für die Stahlverarbeitung, insbesondere
für Elektroband", hieß es dazu. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben
gemacht./rst/ste/APA/stw
ISIN AT0000999982
AXC0196 2026-01-16/18:38
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Autor: - dpa-AFX
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