| Gaza-'Friedensrat': Einladungen an mehrere Staatschefs |
| 17.01.2026 18:12:00 |
Mehrere Staats- und Regierungschefs sind nach
eigenen Angaben von US-Präsident Donald Trump eingeladen worden, am
sogenannten Friedensrat für den Gazastreifen mitzuwirken.
Einladungen erhielten demnach etwa der türkische Präsident Recep
Tayyip Erdogan, Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und
Argentiniens Präsident Javier Milei.
Der "Friedensrat" ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan
für Gaza, die ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der
Terrororganisation Hamas vorsieht, was diese ablehnt. Das
internationale Gremium soll die neue Übergangsregierung des im Krieg
zwischen der Hamas und Israel weitgehend zerstörten Küstenstreifens
beaufsichtigen. Trump selbst hat den Vorsitz.
Reaktionen auf Einladungen
Die Einladungen für Erdogan und al-Sisi gaben das Kommunikationsbüro
der türkischen Präsidentschaft und Ägyptens Außenminister Badr
Abdel-Atti bekannt. Es gab keine weiteren offiziellen Kommentare
dazu, ob Erdogan bereits geantwortet hat; Ägypten prüfe die
Angelegenheit derzeit in all ihren Aspekten, hieß es vom
Staatsinformationsdienst.
Argentiniens Präsident Javier Milei erklärte auf X, es sei "eine
Ehre, an einer so großen Verantwortung mitwirken zu dürfen". Der
kanadische Ministerpräsident Mark Carney habe ebenfalls eine
Einladung erhalten und wolle diese annehmen, berichtete der Sender
CBC unter Berufung auf einen hochrangigen Beamten. Laut BBC erwägt
auch der britische Premierminister Keir Starmer einen Beitritt.
Friedensrat und Exekutivkomitee
Zuletzt hatte Trump bereits die Besetzung eines Exekutivkomitees
verkündet, das die Ziele des Friedensrats umsetzen und Wiederaufbau
und Verwaltung im Gazastreifen steuern soll. Dem Gremium gehören
nach Angaben des Weißen Hauses unter anderem der frühere britische
Premier Tony Blair, US-Außenminister Marco Rubio, Trumps
Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff
an./scr/DP/zb
AXC0029 2026-01-17/18:12
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Autor: - dpa-AFX
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