| US-Parlamentarier stärken Grönlands Widerstand gegen Trump |
| 17.01.2026 18:16:00 |
Vor geplanten Demonstrationen gegen die
US-Regierung in Dänemark und Grönland haben mehrere
US-Parlamentarier ihre Unterstützung des Widerstands gegen Donald
Trump bekräftigt. "Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein
Nato-Verbündeter", sagte der demokratische Senator Chris Coons
während einer Pressekonferenz in der dänischen Hauptstadt. "Meiner
Meinung nach sollte damit diese Diskussion beendet sein."
US-Präsident Trump hatte wiederholt gesagt, dass die Vereinigten
Staaten das größtenteils von Eis bedeckte Grönland übernehmen
wollen. Trump begründet dies mit Sicherheitsbedenken wegen einer
Bedrohung durch China und Russland in der Region. Ländern, die gegen
sein Vorhaben eintreten, drohte er zuletzt mit Strafzöllen.
Coons bezeichnete die Aussagen als "nicht konstruktiv". Die
derzeitige Behandlung Dänemarks könnte der Beziehung beider Länder
nachhaltig schaden. Wie könne den USA vertraut werden, wenn der
Nato-Verbündete Dänemark im Stich gelassen werde, fragte der den
Bundesstaat Delaware vertretende Coons. Die Delegation kündigte an,
mit US-Außenminister Marco Rubio Kontakt aufnehmen zu wollen.
Die elf Parlamentarier, die nach Dänemark gereist waren, versuchten
zu verdeutlichen, dass Trumps Vorhaben in den USA auch auf
Widerstand stoße. Zwar gehörten zu der Gruppe nur zwei Vertreter von
Trumps republikanischer Partei. Dies sei aber kein Zeichen dafür,
dass sich die Republikaner in Gänze nicht für das Thema
interessierten oder schon für eine Seite entschieden hätten, sagte
die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski.
Erkundungsmission mit Bundeswehrsoldaten
Auf Grönland waren am Freitagabend Soldaten und weitere
Militärangehörige aus europäischen Nato-Staaten um Deutschland
eingetroffen. Das Bundeswehr-Team und seine Verbündeten sind für
eine Erkundungsmission vor Ort und sollen nach Angaben des
Verteidigungsministeriums in Berlin Bedingungen für gemeinsame
Militärübungen prüfen - das Ziel ist, für mehr Sicherheit zu sorgen.
Unter anderem Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien,
Frankreich und die Niederlande schicken Teams.
In der Hauptstadt Nuuk soll heute wie auch in Kopenhagen
demonstriert werden. "Wir fordern die Achtung des
Selbstbestimmungsrechts Grönlands und die Achtung des grönländischen
Volkes. Dies ist nicht nur ein Kampf für Grönland, sondern auch für
die ganze Welt", sagt Poul Johannesen, Initiator der grönländischen
Bürgerinitiative "Hände weg von Kalaallit Nunaat"./mj/DP/zb
AXC0036 2026-01-17/18:16
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Autor: - dpa-AFX
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