| SPD-Fraktionschef sorgt sich um Missbrauch von KI in Wahlkämpfen |
| 17.01.2026 18:17:00 |
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sorgt sich vor
dem Missbrauch von Künstlicher Intelligenz im Superwahljahr 2026.
"Ich halte das Thema KI in sozialen Medien für sehr
demokratiegefährdend - und zwar in einer Dimension, wie wir das noch
nie erlebt haben", sagte Miersch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland
(RND). Er sprach von Diskreditierung, Einschüchterung und
"gesellschaftszersetzenden Elementen". Dieselbe Technik, die Frauen
mit gefälschten Bildern oder Videos sexualisiere, könne politische
Gegner diffamieren und Wahlkämpfe manipulieren, warnte er.
"Der Geist ist aus der Flasche"
Die Menschen müssten aufgeklärt werden, wie sie gefälschte, aber
echt wirkende Medieninhalte erkennen können, forderte der
SPD-Politiker. Das könne über Plattformen des öffentlich-rechtlichen
Rundfunks geschehen. Das Thema gehöre aber auch auf die Lehrpläne in
Schulen. "Der Geist ist aus der Flasche. Man kann das nicht mehr
zurückdrehen, man kann aber einen Rahmen setzen", sagte der
SPD-Fraktionschef.
Es gehe nicht um Einschränkungen der Meinungsfreiheit, sondern "um
den Schutz von Würde, Wahrheit und Rechtsstaatlichkeit", stellte
Miersch klar. Wenn aber niemand mehr wisse, was echt und was
manipuliert ist, zerfalle die Grundlage öffentlicher Debatten und
politischer Entscheidungen.
Fünf Landtags- und mehrere Kommunalwahlen 2026
In diesem Jahr finden allein fünf Landtagswahlen statt,
Baden-Württemberg macht am 8. März den Anfang. Es folgen
Rheinland-Pfalz am 22. März, Sachsen-Anhalt am 6. September sowie
Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. Hinzu kommen
mehrere Kommunalwahlen, die ersten in Bayern am 8. März./shy/DP/zb
AXC0039 2026-01-17/18:17
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Autor: - dpa-AFX
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