| Sparkassen-Einbruch: Polizei vernimmt Tausende Opfer |
| 17.01.2026 18:23:00 |
Die Polizei will ab Montag alle Opfer des
Millionen-Coups von Gelsenkirchen vernehmen. Da insgesamt mehr als
3.000 Schließfächer bei dem Einbruch geknackt wurden, geht man von
wochenlangen Verhören aus. Die Polizei hat nach eigenen Angaben
dafür extra Büroräume angemietet.
"Die sehr umfangreiche und nun beginnende Geschädigten-Vernehmung
bedurfte einer umfangreichen logistischen Planung, die nun in die
Umsetzung geht", hieß es von der Polizei Gelsenkirchen. Die Behörde
hat eine Telefonnummer geschaltet, über die alle Opfer unter Angabe
der Schließfachnummer einen Termin für die Vernehmung ausmachen
sollen.
Einbrecher räumten Tausende Schließfächer aus
Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die Täter mehrere
Sicherheitssysteme überwunden und sich direkt in den Tresorraum der
Sparkassen-Filiale gebohrt. Dort räumten sie mehr als 3.000
Kundenschließfächer aus. Wie den Einbrechern dies gelang, ohne den
Einbruchalarm der Bank auszulösen, gilt als zentrale Frage bei den
Ermittlungen.
"Jede und jeder Geschädigte wird die Chance erhalten, bei der
Polizei Angaben zum Inhalt seines Schließfachs machen zu können.
Diese Informationen fließen direkt in die Ermittlungen ein und
können neue Ansätze zur Tatermittlung liefern", betonte ein
Polizeisprecher.
Opfer sollen mit Termin kommen - und Unterlagen mitbringen
Die Ermittler appellieren an die Opfer "bei allem Verständnis für
diese außergewöhnliche Situation", dass sie nur mit Termin zur
Vernehmung erscheinen sollen.
"Die Anzahl der zu vernehmenden Kundinnen und Kunden ist hoch.
Kommen Sie als Geschädigte oder Geschädigter bitte möglichst allein,
sofern dies möglich ist." Und: "Sollten Sie Unterlagen, Dokumente
oder Beweise zu den Gegenständen aus Ihrem Schließfach besitzen,
bringen Sie diese bitte mit."/ola/DP/zb
AXC0041 2026-01-17/18:23
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Autor: - dpa-AFX
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