| Grüne fürchten Einschränkungen des Klagerechts bei Umweltverbänden |
| 17.01.2026 18:26:00 |
Die Grünen im Bundestag warnen vor
Einschränkungen des Klagerechts von Umweltverbänden. "Das Agieren
der Bundesregierung fügt sich mittlerweile zu einer eindeutigen
Strategie: Die Zivilgesellschaft soll ruhig gestellt werden", sagte
der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Jan-Niclas Gesenhues,
der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Am Mittwoch Thema im Kabinett
Dabei bezog er sich auf einen Gesetzentwurf der Bundesregierung, der
Änderungen am sogenannten Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz vorsieht und am
Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll. Danach ist der
Bundestag am Zug.
Ziel sei ein angemessener Ausgleich zwischen effektivem Rechtsschutz
und der zügigen Umsetzung von Infrastruktur- und sonstigen Vorhaben,
heißt es in der Gesetzesbegründung. Der Entwurf liegt der dpa vor.
Über massive Haushaltskürzungen gingen Stellen und Finanzierung für
Entwicklungs- und Umweltprojekte verloren, kritisierte Gesenhues.
"Der geplante Abbau von Informations- und Klagerechten nimmt Umwelt-
und Naturschutzverbänden wichtige Instrumente, um rechtsstaatliche
Prinzipien durchzusetzen." Dies schade nicht nur Natur und Umwelt,
sondern der Demokratie. "Wenn die Zivilgesellschaft jetzt nicht wach
wird, dann wird sie weiter abgeschafft."
Verfahren sollen schneller ablaufen
So sollen zum Beispiel Widersprüche und Klagen gegen Entscheidung
über bestimmte Infrastrukturprojekte künftig keine aufschiebende
Wirkung mehr haben. "Die Änderung erfolgt, um die schnellstmögliche
Umsetzung von Vorhaben der Infrastruktur zu gewährleisten", schreibt
die Bundesregierung zur Begründung. Ein juristisches Vorgehen bleibe
zudem möglich, dann aber auf einer anderen
Rechtsgrundlage./hrz/DP/zb
AXC0045 2026-01-17/18:26
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Autor: - dpa-AFX
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