| Trumps 'Friedensrat' soll weltweit Krisen lösen |
| 18.01.2026 18:11:00 |
Im neu geschaffenen "Friedensrat" von
US-Präsident Donald Trump können sich Staaten unbefristet einen Sitz
sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar
zum Etat beisteuern. Dies geht aus dem Entwurf der Charta hervor,
über den mehrere Medien berichteten und dessen vollständigen Text
die "Times of Israel" veröffentlichte.
Aus den 13 Kapiteln geht zudem hervor, dass die US-Regierung das
Mandat des Rats stark erweitern möchte - über den bisherigen Fokus
auf die Befriedung und den Wiederaufbau des Gazastreifens hinaus.
Der Rat soll sich demnach um Krisen und Konflikte rund um den Globus
kümmern.
Kritiker sprechen daher schon von einer möglichen Konkurrenz zu den
Vereinten Nationen, die Trump immer wieder als dysfunktional
kritisiert. Diese Kritik klingt auch in der Präambel an. Dort wird
festgestellt, dauerhafter Frieden erfordere "pragmatisches
Urteilsvermögen, vernünftige Lösungen und den Mut, von Ansätzen und
Institutionen abzuweichen, die allzu oft gescheitert sind". Ziel sei
ein "agileres und effektiveres" internationales Gremium zur
Friedensförderung.
Einladungen an erste Staats- und Regierungschefs
Dem bisherigen Konzept zufolge soll sich der Rat auf den
Gaza-Konflikt konzentrieren. Das Gremium gehört zur zweiten Phase
von Trumps Friedensplan für den Gazastreifen, die ein dauerhaftes
Kriegsende und die Entwaffnung der Terrororganisation Hamas
vorsieht, was diese ablehnt. Das Gremium soll die neue
Übergangsregierung des Küstenstreifens beaufsichtigen.
Mehrere Staats- und Regierungschefs sind nach eigenen Angaben jüngst
von Trump eingeladen worden, am sogenannten Friedensrat mitzuwirken.
Einladungen erhielten demnach etwa der türkische Präsident Recep
Tayyip Erdogan, Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi,
Argentiniens Präsident Javier Milei und Ungarns Ministerpräsident
Viktor Orban.
In dem Entwurf der Charta ist festgelegt, dass Trump den Vorsitz
führt und dass nur von ihm eingeladene Staats- und Regierungschefs
Mitglieder sein können. Die reguläre Mitgliedschaft endet demnach
nach drei Jahren - es sei denn, Länder zahlen eine Milliarde
US-Dollar in den Etat des Rats ein.
Änderungen an dem Dokument können demnach mit Zwei-Drittel-Mehrheit
der Mitglieder beschlossen werden, mit zusätzlicher Bestätigung des
Vorsitzenden. Weiter heißt es, der Friedensrat löse sich unter
anderem zu dem Zeitpunkt auf, "den der Vorsitzende für notwendig
oder angemessen hält"./toz/DP/he
AXC0063 2026-01-18/18:11
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Autor: - dpa-AFX
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