| Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise geben etwas nach / Gold und Silber weiter gefragt |
| 20.01.2026 10:56:00 |
Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gesunken. Der
Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent gab um 0,4
Prozent auf 63,92 Dollar nach. Der Preis für US-Öl der Sorte West
Texas Intermediate (WTI) sank um 0,2 Prozent auf 59,33 Dollar.
Wie bereits zum Wochenbeginn hielten sich die Kursbewegungen in
einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Noch habe der Markt keine
Eskalation des Grönlandstreits mit gegenseitigen Zöllen eingepreist,
heißt es von Marktbeobachtern. Beim Weltwirtschaftsforum in
Schweizerischen Davos werden zahlreiche führende Politiker aus den
USA und der EU erwartet, die bei verschiedenen Treffen zu einer
Entspannung der Lage beitragen könnten.
Generell stehen die Ölpreise derzeit unter Druck, weil am Markt
ein Überangebot befürchtet wird. Zuletzt hatte unter anderem die
Internationale Energieagentur mehrfach ein zu hohes Angebot in
diesem Jahr prognostiziert.
Gestützt wurden die Ölpreise hingegen durch die jüngste
Kursschwäche des US-Dollars, der zuletzt auch wegen des
Grönlandstreits zu anderen wichtigen Währungen unter Druck stand. Da
Rohöl auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine
schwächere amerikanische Währung den Rohstoff günstiger, was die
Nachfrage verstärkt.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder
(OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Dienstag in
Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 62,61 US-Dollar je
Barrel (159 Liter). Das waren 33 Cent weniger als am Freitag. Die
OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des
Kartells.
Gold und Silber bleiben bei Investoren angesichts der vielen
geopolitischen Krisen weiter gefragt. Die Preise für die beiden
Edelmetalle kletterten am Dienstag im frühen Handel auf weitere
Rekordstände - Gold kostete erstmals mehr als 4.700 US-Dollar. Der
Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls
stieg zuletzt um 1,35 Prozent auf 4.734,16 Dollar. Der Silberpreis
stieg am Vormittag um 0,9 Prozent auf 95,19 Dollar.
Im neuen Jahr hat sich Gold hauptsächlich wegen der vielen
geopolitischen Krisenherde wie der Lage im Iran und zuletzt den
Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen einige
europäische Staaten, um seinen Anspruch auf Grönland durchzusetzen,
bereits um mehr als neun Prozent verteuert.
ger/ste
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Autor: - APA/ger/ste
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