| Flughafen Wien erwartet 2026 Passagierrückgang und weniger Umsatz / Vorstand: Umsatz wird heuer um 30 Mio. Euro schrumpfen - Wichtige Airlinekunden reduzieren Flüge - Airport setzt Sparprogramm um, 200 Stellen fallen weg |
| 20.01.2026 14:11:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Stellenabbau in Lead ergänzt, Bilanz der Bundesländer-Flughäfen (letzter Absatz)
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Der Flughafen Wien rechnet für heuer mit
einem Passagierrückgang und baut 200 Stellen ab. Nach dem Rekord
2025 mit 32,6 Millionen Fluggästen prognostiziert der Vorstand für
2026 nur noch rund 30 Millionen, wie die Betreibergesellschaft am
Dienstag mitteilte. Der Gewinn wird wie 2025 bei 210 Mio. Euro
erwartet, der Umsatz dürfte um 30 Mio. Euro schrumpfen. Der
zweitgrößte Kunde, die Billigfluglinie Ryanair, zieht Flugzeuge ab
und Wizz Air verabschiedet sich komplett aus Wien.
Der größte Kunde, die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA),
verkleinert seine Flotte. Flughafen-Vorstand Julian Jäger erwartet
trotzdem ein leichtes Passagierwachstum des Platzhirsches. Er sehe
die Umstellung sehr positiv, sie ermögliche mehr Passagiere mit
weniger Flugzeugen, sagte Jäger in einer Pressekonferenz. Die AUA
ersetzt bis 2028 ihre 17 Regionalflugzeuge des Typs Embraer 195
durch sechs größere Airbus A320neo.
Wizz Air vor Rückzug noch mit 1,8 Millionen Passagieren
Mit 14,9 Millionen Fluggästen und einem Marktanteil von 45,8
Prozent ist die AUA die mit Abstand größte Fluggesellschaft am
Wiener Airport. Nummer zwei mit 6,7 Millionen Passagieren ist
Ryanair, die in Wien mit der Marke Lauda präsent ist. Wizz Air kam
vergangenes Jahr noch auf 1,8 Millionen Fluggäste, wird Wien aber
Mitte März 2026 verlassen.
Dank eines "umfassenden Sparprogramms" bei Sach- und
Personalkosten samt eines Abbaus von 200 Stellen werde - trotz einer
Tarifsenkung um 4,6 Prozent und eines Passagierrückgangs um rund 8
Prozent - ein Nettoergebnis in Höhe des für 2025 prognostizierten
Ergebnisses erreicht, erklärte Vorstand Günther Ofner in einer
Pressekonferenz. Vorstandskollege Jäger sagte, er habe keine Sorge,
dass der Airport langfristig nicht weiter wachse, warnte jedoch vor
dem deutlich steigenden Kostendruck und den hohen Luftfahrtsteuern
in Österreich.
Weniger Umsatz und geringeres Ergebnis
Der Umsatz der Flughafen-Wien-Gruppe, zu der neben Wien auch die
Airports in Malta und Kosice gehören, wird heuer laut der Prognose
des Vorstands um rund 30 Mio. Euro auf 1.050 Mio. Euro sinken und
das operative Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) von 440 auf 415
Mio. Euro zurückgehen. Der Nettogewinn vor Minderheiten wird wie
2025 bei 210 Mio. Euro erwartet. Die Investitionen hingegen steigen,
von 300 Mio. Euro 2025 auf 330 Mio. Euro heuer.
Der Flughafen hatte für 2025 ursprünglich rund 230 Mio. Euro
Gewinn erwartet, seinen Ausblick im November wegen des Stopps der
dritten Piste aber gesenkt. Der Vorstand hatte entschieden, den
geplanten Bau einer dritten Start- und Landebahn nicht
weiterzuverfolgen, weil der Wiener Flughafen auch mit zwei Pisten
bis zu 52 Millionen Passagiere abfertigen kann.
Deutlich weniger Passagiere zählen die übrigen fünf
österreichischen Airports. Sie haben 2025 zusammen exakt 3.925.819
Passagiere abgefertigt und damit um knapp 140.000 Fluggäste mehr als
im Jahr davor. In Linz und Klagenfurt gab es auf niedrigem Niveau
die stärksten Zuwachsraten, in Graz und Innsbruck eine leichte
Steigerung. Lediglich der mit Abstand größte Bundeslandflughafen
Salzburg musste ein minimales Minus hinnehmen. Besonders angespannt
ist die Lage derzeit am Flughafen Linz-Hörsching. Die Landespolitik
kämpft um eine Wiederaufnahme der Linienverbindung nach Frankfurt,
die im November 2025 von der AUA mangels Auslastung eingestellt
wurde.
(Redaktionelle Hinweise: GRAFIK 0094-26, 88 x 74 mm)
pro/rst/bel
ISIN AT00000VIE62
WEB http://www.viennaairport.com
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Autor: - APA/pro/rst/bel
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