| Wiener Börse (Nachmittag) - ATX verharrt im Minus / ATX Prime-Werte fast durchgehend im roten Bereich - Streit um Grönland belastet die Aktienmärkte |
| 20.01.2026 14:38:00 |
Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im Verlauf
weiter schwach präsentiert. Der ATX verlor 1,8 Prozent auf 5.344
Punkte. Auch der ATX Prime gab ebenfalls 1,8 Prozent auf 2.652
Einheiten nach. Damit reihte sich Wien in das Gesamtbild der
europäischen Börsen ein, die sich allesamt tiefrot präsentierten.
Haupttreiber sind US-Präsident Donald Trumps Zugriffswünsche auf
Grönland, die mit Zolldrohungen einhergehen.
Betroffen von den neuen Zöllen wären acht europäische
NATO-Länder, darunter auch Deutschland. Die Verschärfung der
transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an
der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey,
Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über
der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne.
Bei den Einzelwerten rückten am heimischen Markt der Flughafen
Wien, Kapsch TrafficCom und der Caterer Do&Co in den Fokus. Der
Flughafen Wien hat bekanntgegeben, mit einem Passagierrückgang zu
rechnen. Nach dem Rekord 2025 mit 32,6 Millionen Fluggästen
prognostiziert der Vorstand für 2026 nur noch rund 30 Millionen, wie
die Betreibergesellschaft mitteilte. Der Gewinn wird wie 2025 bei
210 Mio. Euro erwartet. Die Flughafenpapiere gaben im Verlauf 0,4
Prozent nach.
Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom wiederum konnte von
einem neuen Auftrag in Griechenland berichten. Die Anleger konnten
damit nicht beeindruckt werden. Kapsch TrafficCom verloren bis jetzt
2,0 Prozent.
Außerdem haben Analysten der Berenberg Bank für den heimischen
Caterer Do&Co sowohl ihre Kaufempfehlung "Buy" als auch das Kursziel
von 250 Euro bestätigt. Die Do&Co-Papiere fanden sich aber wie fast
alle Aktien im ATX Prime-Segment im Minus und gaben 1,0 Prozent
nach. Nur Bajaj Mobility AG (vormals Pierer Mobility AG) UBM konnte
sich mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent behaupten. Der
Immobilienentwickler UBM, der am Vormittag noch im Plus lag, hat
mittlerweile mit 1,0 Prozent ins Minus gedreht.
International schwächelt auch der Ölsektor. Das bekommt auch der
ATX Prime-Schwergewicht OMV zu spüren. Die Aktien des heimischen
Ölkonzerns verloren bisher 2,1 Prozent.
Die größten Verluste verzeichneten RHI Magnesita, AT&S und
Strabag mit minus 4,3 Prozent, minus 3,8 Prozent bzw. 3,7 Prozent.
moe/spa
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Autor: - APA/moe/spa
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