| Devisen: Eurokurs legt erneut zum Dollar zu - Japanischer Yen unter Druck |
| 20.01.2026 17:19:00 |
Der Kurs des Euro ist am
Dienstag erneut gestiegen. Wie bereits am Montag profitierte die
Gemeinschaftswährung von einer Schwäche des US-Dollars. Ein Euro
kostete am Nachmittag 1,1720 US-Dollar. Im frühen Handel hatte er
noch rund 1,1650 Dollar gekostet.
Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1728
(Montag: 1,1631) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8526
(0,8597) Euro. Der US-Dollar gab zu allen wichtigen Währungen nach.
Nach Einschätzung von Analysten der Dekabank belasten geopolitische
Spannungen rund um den Grönland-Streit den Dollar. Sie sprachen von
"Sell-America-Trades", die derzeit zu beobachten seien. Eine weitere
Eskalation des Grönland-Konflikts würde dem Euro neuen Auftrieb
verleihen, heißt es in der Analyse.
Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland haben
sich im Januar derweil merklich verbessert. Das Stimmungsbarometer
des Forschungsinstituts ZEW stieg stärker als erwartet. "Die
jüngsten Zolldrohungen werfen derweil einen großen Schatten auf die
aufgehellten Konjunkturperspektiven", kommentierte Thomas Gitzel,
Chefvolkswirt der VP Bank mit Blick auf das aggressive Vorgehen der
USA bei deren Plänen, Grönland zu übernehmen. Die Zölle hätten
bereits deutliche Bremsspuren bei den Exporten hinterlassen. "Würden
sich die Zölle noch erhöhen, würde sich einerseits der
Exportrückgang fortsetzen und anderseits sogar auch noch
beschleunigen", schreibt Gitzel. "Darunter würde die gesamte
Wirtschaft leiden."
Unter Druck stand auch der japanische Yen. Nach der Ankündigung von
vorgezogenen Neuwahlen wird am Markt eine größere Mehrheit für die
amtierende Regierungschefin Sanae Takaichi erwartet. Diese hätte es
dann leichter, ihre Wachstumspläne durch höhere Staatsausgaben
durchzusetzen. Nach Einschätzung der Dekabank verstärken sich die
Fiskalsorgen in Japan und der Anstieg der Renditen für
Staatsanleihen gehe weiter. Der japanische Finanzminister Satsuki
Katayama hat am Nachmittag versucht, die Finanzmärkte zu beruhigen.
Die Aussagen verpufften jedoch.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,87220 (0,86710) britische Pfund, 185,18 (183,69)
japanische Yen und 0,9268 (0,9282) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.730 Dollar. Das
waren etwa 59 Dollar mehr als am Vortag. Mit 4.750 Dollar hatte der
Goldpreis einen neuen Rekordstand erreicht./jsl/mis
ISIN EU0009652759 EU0009652627
AXC0261 2026-01-20/17:19
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Autor: - dpa-AFX
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