| Wiener Börse - ATX mit deutlichem Minus / Leitindex verliert 1,3 Prozent - Transatlantische Krise wegen Grönland drückt die Stimmung - Werte im ATX Prime-Segment überwiegend mit Abgaben |
| 20.01.2026 18:31:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Mehr Details und Firmenwerte
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Das Gerangel um Grönland zwischen den USA und Europa
drückt weiter schwer auf Europas Börsen. Auch in Wien war der
Leitindex ATX weit im Minus. Zum Handelsschluss stand er mit
Abschlägen von 1,3 Prozent bei 5.370,85 Punkten. Auch der ATX Prime
lag mit 1,3 Prozent auf 2.665,33 Zählern im Minus. Wien folgt damit
den europäischen Börsen, die alle mit teilweise schweren Abgaben zu
kämpfen hatten.
Haupttreiber sind US-Präsident Donald Trumps Zugriffswünsche auf
Grönland, die mit Zolldrohungen einhergehen. "Die jüngsten
Zolldrohungen werfen einstweilen einen großen Schatten auf die
aufgehellten Konjunkturperspektiven", kommentierte Thomas Gitzel,
Chefvolkswirt der VP Bank, mit Blick auf das aggressive Vorgehen der
USA. Die Zölle hätten bereits deutliche Bremsspuren bei den Exporten
hinterlassen. "Würden sich die Zölle noch erhöhen, würde sich
einerseits der Exportrückgang fortsetzen und andererseits sogar auch
noch beschleunigen", schreibt Gitzel. "Darunter würde die gesamte
Wirtschaft leiden."
Betroffen von den neuen Zöllen wären acht europäische
NATO-Länder, darunter auch Deutschland. Die Verschärfung der
transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an
der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey,
Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über
der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne.
Bei den Einzelwerten rückten am heimischen Markt der Flughafen
Wien, Kapsch TrafficCom und der Caterer Do&Co in den Fokus. Der
Flughafen Wien hat bekanntgegeben, mit einem Passagierrückgang zu
rechnen. Nach dem Rekord 2025 mit 32,6 Millionen Fluggästen
prognostiziert der Vorstand für 2026 nur noch rund 30 Millionen, wie
die Betreibergesellschaft mitteilte. Der Gewinn wird wie 2025 bei
210 Mio. Euro erwartet. Die Flughafenpapiere landeten nach einem
zwischenzeitlichen Minus zum Handelsschluss bei 0,0 Prozent.
Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom wiederum konnte von
einem neuen Auftrag in Griechenland berichten. Die Anleger konnten
damit nicht beeindruckt werden. Kapsch TrafficCom erholten sich im
Tagesverlauf aber etwas und gingen mit minus 0,3 Prozent aus dem
Tag.
Außerdem haben Analysten der Berenberg Bank für den heimischen
Caterer Do&Co sowohl ihre Kaufempfehlung "Buy" als auch das Kursziel
von 250 Euro bestätigt. Die Do&Co-Papiere schafften es im
Tagesverlauf noch mit 0,7 Prozent in die schwarzen Zahlen.
International schwächelt besonders der Ölsektor. Das bekommt auch
das ATX Prime-Schwergewicht OMV zu spüren. Die Aktien des heimischen
Ölkonzerns verloren 2,1 Prozent.
In Wien fand sich der überwiegende Teil der Einzelwerte im ATX
Prime-Segment im Minus. Auch damit folgte Wien den wichtigsten
europäischen Börsen wie eine Blaupause. Größter Gewinner war heute
Rosenbauer International mit plus 0,8 Prozent. Die schwer
gewichteten Bankenwerte tendierten uneinheitlich. Erste Group und
Raiffeisen Bank International (RBI) fanden sich mit 0,7 bzw. 0,1
Prozent leicht im Minus. BAWAG hingegen wuchsen um Prozent.
Die größten Verluste verzeichneten Wienerberger und Lenzing mit
minus 3,9 bzw. 3,6 Prozent.
moe/spa
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Autor: - APA/moe/spa
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