| Wiener Börse - ATX gewinnt nach Stimmungsdreh 0,73 Prozent / Nach drei Verlusttagen in Folge beim heimischen Leitindex - Trump-Rede in Davos im Fokus |
| 21.01.2026 17:55:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Kursveränderungen von Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch nach einem
Stimmungsdreh am Nachmittag mit klaren Zuwächsen aus dem Handel
verabschiedet. Der ATX schloss mit plus 0,73 Prozent bei 5.410,16
Punkten, nachdem der heimische Leitindex zuvor drei Verlusttage in
Folge absolviert hatte.
Im Fokus stand an den internationalen Finanzmärkten zur
Wochenmitte vor allem die Rede des US-Präsidenten Donald Trump beim
Weltwirtschaftsforum in Davos. Trump forderte dort sofortige
Verhandlungen über den Erwerb Grönlands. Zur Durchsetzung seiner
Forderung werde er aber "keine Gewalt anwenden", betonte Trump. Die
Ankündigung nicht militärisch angreifen zu wollen, ließ an den
Märkten die Risikoneigung der Akteure wieder anwachsen und zog damit
die Aktienkurse nach oben. Zur Unterstützung trug laut Händlern auch
bei, dass Trump seine jüngsten Zolldrohungen gegenüber europäischen
Staaten nicht erneuerte.
Am heimischen Aktienmarkt rückten mit Zahlenvorlagen SBO und
Wienerberger in den Fokus der Akteure. Die SBO-Titel reagierten mit
minus 0,8 Prozent. Der niederösterreichische Ölfeldausrüster SBO hat
im Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und
Ergebnis verzeichnet. Die Erlöse sanken von 560,4 auf 455 Mio. Euro.
Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel von 70,1 auf 38 Mio. Euro. Die
Analysten der Erste Group bewerteten die vorläufigen Zahlen für das
abgelaufene Jahr als leicht unter den Erwartungen.
Wienerberger-Papiere bauten ein Plus von 4,3 Prozent. Der
Baustoffkonzern hat im Geschäftsjahr 2025 etwas mehr Umsatz gemacht,
der operative Gewinn fiel im Jahresvergleich allerdings geringer
aus. Die Erlöse erreichten 4,6 Mrd. Euro, nach 4,5 Mrd. Euro im Jahr
davor. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank auf 753 Mio. Euro
(Vorjahr: 760 Mio.). Hier lag das Zahlenwerk laut Erste Group im
Rahmen der Erwartungen.
Verbund-Titel stiegen 1,2 Prozent auf 61,00 Euro. Die Analysten
der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des
Stromkonzerns von 70,00 auf 65,00 Euro gesenkt. Das Anlagevotum
"Hold" wurde gleichzeitig bestätigt.
Deutlich nach oben ging es unter den Schwergewichten in Wien auch
für die voestalpine-Aktie mit plus 3,1 Prozent. Im
Technologiebereich zogen AT&S um 4,5 Prozent hoch.
Tiefrot tendierten hingegen die Versicherungswerte. Vienna
Insurance fielen um 2,1 Prozent. UNIQA kamen um 1,6 Prozent zurück.
Auch die schwergewichteten Banken konnten nach einem
Vorzeichenwechsel überwiegend zulegen. Raiffeisen Bank International
verteuerten sich um 0,4 Prozent. Erste Group legten 0,7 Prozent zu.
BAWAG schlossen prozentuell unverändert.
ste/lof
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/ste/lof
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