| Börse Wien Schluss: Anleger werden doch wieder zuversichtlicher |
| 21.01.2026 18:14:00 |
Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch nach einem
Stimmungsumschwung am Nachmittag mit klaren Zuwächsen aus dem Handel
verabschiedet. Der ATX schloss mit plus 0,73 Prozent
auf 5.410,16 Punkte, nachdem der heimische Leitindex zuvor drei
Verlusttage in Folge absolviert hatte.
Im Fokus stand an den internationalen Finanzmärkten zur Wochenmitte
vor allem die Rede des US-Präsidenten Donald Trump beim
Weltwirtschaftsforum in Davos. Trump forderte dort sofortige
Verhandlungen über den Erwerb Grönlands. Zur Durchsetzung seiner
Forderung werde er aber "keine Gewalt anwenden", betonte Trump. Die
Ankündigung nicht militärisch angreifen zu wollen, ließ an den
Märkten die Risikoneigung der Akteure wieder anwachsen und zog damit
die Aktienkurse nach oben. Zur Unterstützung trug laut Händlern auch
bei, dass Trump seine jüngsten Zolldrohungen gegenüber europäischen
Staaten nicht erneuerte.
Am heimischen Aktienmarkt rückten mit Zahlenvorlagen SBO und
Wienerberger in den Fokus der Akteure. Die SBO-Titel
reagierten mit minus 0,8 Prozent. Der niederösterreichische
Ölfeldausrüster SBO hat im Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen
Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Die Analysten der
Erste Group bewerteten die vorläufigen Zahlen für das
abgelaufene Jahr als leicht unter den Erwartungen.
Wienerberger-Papiere stiegen um 4,3 Prozent. Der Baustoffkonzern
machte im Geschäftsjahr 2025 etwas mehr Umsatz, der operative Gewinn
fiel im Jahresvergleich allerdings. Das Zahlenwerk lag laut Erste
Group im Rahmen der Erwartungen.
Verbund-Titel stiegen 1,2 Prozent auf 61,00 Euro. Die Analysten der
Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des Stromkonzerns
von 70,00 auf 65,00 Euro gesenkt. Das Anlagevotum "Hold" wurde
gleichzeitig bestätigt.
Deutlich nach oben ging es unter den Schwergewichten in Wien auch
für die Voestalpine -Aktie mit plus 3,1 Prozent. Im
Technologiebereich zogen AT&S um 4,5 Prozent hoch.
Tiefrot tendierten hingegen die Versicherungswerte. Vienna Insurance
fielen um 2,1 Prozent. UNIQA kamen um 1,6 Prozent zurück.
Auch die schwergewichteten Banken konnten nach einem
Vorzeichenwechsel überwiegend zulegen. Raiffeisen Bank International
verteuerten sich um 0,4 Prozent. Erste Group legten
0,7 Prozent zu. Bawag schlossen prozentuell
unverändert./ste/lof/APA/mis
AXC0288 2026-01-21/18:14
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Autor: - dpa-AFX
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