| Britisches Oberhaus stimmt für Social-Media-Aus für Kinder |
| 22.01.2026 08:46:00 |
Nach einer Abstimmung im Oberhaus über ein
Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren
wächst in Großbritannien der Druck auf die Regierung. Die Mitglieder
des House of Lords stimmten am Abend deutlich für eine entsprechende
Gesetzesänderung, die zuletzt auch der britische Schauspieler Hugh
Grant ("Notting Hill") unterstützt hatte. Die Entscheidung trifft
aber letztlich das von der Regierungspartei Labour dominierte
Unterhaus.
Die Regierung von Premierminister Keir Starmer hatte sich deutlich
zurückhaltender positioniert - wenn auch nicht mehr vollständig
gegen ein Verbot. Zunächst sollen während einer dreimonatigen
Konsultationsphase Vor- und Nachteile eines Verbots sowie weitere
Möglichkeiten zur Einschränkung geprüft werden.
Australien macht es vor
In Australien, das zum britischen Commonwealth of Nations gehört,
war im Dezember ein entsprechendes Gesetz verabschiedet worden. Nach
Angaben der Regierung wurden seitdem mehr als 4,7 Millionen Accounts
von Kindern und Jugendlichen deaktiviert, gelöscht oder
eingeschränkt. In Deutschland gibt es eine Diskussion über ein
Verbot - durch den europäischen Binnenmarkt wäre eine Durchsetzung
auf nationaler Ebene aber erheblich schwieriger.
Abgestimmt hatten die Lords in Großbritannien über einen
Änderungsantrag zum Gesetzesvorschlag "Children's Wellbeing and
Schools Bill", der insbesondere auch den Kinderschutz stärken soll.
Durch das Ergebnis von 261:150 Stimmen muss der Antrag vom Unterhaus
geprüft werden. Der Antrag sieht vor, dass Social-Media-Anbieter
nach Verabschiedung des Gesetzes innerhalb von zwölf Monaten
hochwirksame Altersüberprüfungen durchführen müssen./mj/DP/stk
ISIN US02079K3059 US30303M1027 US02079K1079
AXC0061 2026-01-22/08:46
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Autor: - dpa-AFX
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