| Wiener Börse - Zoll-Wende und Ukraine-Signale beflügeln ATX / Trump nimmt Zoll-Androhung zurück - Trilaterale Gespräche zur Ukraine geplant - Kursgewinne auf breiter Basis |
| 22.01.2026 18:01:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Einzelwerte ab 5. Absatz ergänzt.
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Nach der Rücknahme der angedrohten US-Zölle im
Grönland-Streit und positiven Signalen aus den Ukraine-Gesprächen
haben die Anleger am Donnerstag bei heimischen Aktien kräftig
zugegriffen. Der ATX übersprang dabei erstmals die Hürde von 5.500
Punkten und schloss 2,49 Prozent höher bei 5.544,90 Punkten. Damit
verzeichnete der Leitindex den höchsten Tagesgewinn seit April des
Vorjahres.
Für den ATX Prime ging es 2,47 Prozent auf 2.752,06 Zähler hoch.
Klare Gewinne wurden auch an anderen europäischen Börsen
verzeichnet.
Bereits am Mittwochnachmittag hatte der ATX positiv darauf
reagiert, dass US-Präsident Donald Trump in seiner Rede in Davos
eine Militäraktion zur Übernahme Grönlands ausgeschlossen hatte.
Nach europäischem Börsenschluss kündigte Trump zudem an, dass ein
Rahmen für ein künftiges Abkommen entstanden sei und die angedrohten
Zölle gegen europäische Länder ausgesetzt würden.
Zusätzlichen Rückenwind lieferten Hoffnungen auf Fortschritte bei
den Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg. Trump und der ukrainische
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprachen von einem guten Treffen in
Davos, Selenskyj kündigte zudem trilaterale Gespräche zwischen den
USA, der Ukraine und Russland an. Laut US-Sondergesandtem Steve
Witkoff könnten die USA der Ukraine im Falle einer Zustimmung zu
einem Friedensplan zollfreien Zugang zum US-Markt gewähren.
Die Kursrally in Wien stand am Berichtstag auf breiter Basis -
bis auf den Verbund verzeichneten alle Titel im Leitindex
Kursgewinne von mindestens 0,3 Prozent. Bester Wert waren die Aktien
der RBI, die um 7,1 Prozent anzogen, dicht gefolgt von den Bautiteln
Strabag und Porr mit Aufschlägen von fünf respektive 6,2 Prozent.
Aktien der schwer gewichteten Erste Group stiegen um vier Prozent.
Ebenfalls im Spitzenfeld zeigten sich mit plus 5,7 Prozent die
AT&S-Scheine, die von einer allgemein guten Stimmung für
Halbleiterwerte mit KI-Bezug profitierten. Das Unternehmen kündigte
zudem an, in seinem Leobener Standort zu investieren.
Anteile an der BAWAG verteuerten sich um vergleichsweise geringe
0,6 Prozent auf 137,30 Euro. Vor den am 11. Februar anstehenden
Jahreszahlen hoben die Analysten der UBS ihr Kursziel von 127 auf
151 Euro an und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Die
Unternehmenszahlen des vierten Quartals 2025 entwickelten sich nach
UBS-Einschätzung positiv, mit einem sequenziell leicht verbesserten
Kreditwachstum, Kosten im Rahmen der Prognose und keinem Anstieg der
risikogewichteten Aktiva, erklärte Analyst Mate Nemes.
spa/szk
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/szk
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